100 Wahrheiten, Folge 46: Kopimi
Ich bin nicht allein
Wahrscheinlich hat es schon mal der ein oder andere gesehen: Das Kopimi-Logo.

Aber was bedeutet das eigentlich? Nun ja, auf der Website wird das Logo folgendermaßen erklärt:
kopimi (copyme), symbol showing that you want to be copied.
Es geht also darum, dass man gerne kopiert werden möchte. Das mag auf Anhieb vielleicht etwas dämlich klingen, aber das ist es gar nicht mal. Es war ja schon immer so, dass nur erfolgreiche Sachen kopiert wurden, schlechte und erfolglose Dinge werden viel lieber links liegen gelassen. Nur, wer Leute beeindrucken und für sich gewinnen kann, wird kopiert. Und wieso kopiert man? Ganz einfach, damit man auch einen Teil des Publikums abbekommt. Nicht unbedingt kreativ, aber in der heutigen Zeit ist das weit genug verbreitet, dass man nicht mehr zwanghaft die Nase rümpfen muss, wenn man eine Kopie ausmacht. Vor allem, wenn es eine gute Kopie ist. Entweder ist die Kopie so gut, dass man den Unterschied zwischen Kopie und Original nicht mehr ausmachen kann, oder aber die Kopie ist so gut, dass sie sogar dem Original das Publikum klaut. Um ehrlich zu sein, hab ich letzteren Fall allerdings noch nirgendwo gesehen.
Mit dem Kopimi-Logo, das natürlich aus dem Revolutions-Land Schweden kommt und den cleveren Köpfen der Pirate Bay entsprungen ist, signalisiert man also, dass man sich einerseits bewusst ist, dass man aus diversen Gründen kopiert wird, andererseits aber auch, dass man das nicht als Beleidigung oder Angriff wertet, sondern als Kompliment oder gar eine Ehre.
Genau so ergeht es mir schon seit einiger Zeit. Eine ganze Menge meiner Ideen und Projekte werden kopiert, seien es nun Blogs, Forensignaturen oder ganze Musikgeschmäcker. Und dafür will ich mich hier und jetzt bei all meinen Kopierern bedanken, die mich so gewissenhaft auf Schritt und Tritt analysieren und es mir gleichtun wollen. Das ist eins der schöneren Komplimente, die man bekommen kann. Danke an Sabbel, dass sie meine Musik-Blogeinträge fast 1:1 abkupfert. Danke an die andere Sabbel, dass sie meine Kochkünste mit feinster Genauigkeit imitiert. Danke an unzählige Blogschreiber, die meine Anti-Chaya-Einträge übernommen haben. Danke an Robin, der meine Signatur so genau plagiieren wollte, dass ich sie ihm basteln musste. Und natürlich ein dickes Dankeschön an alle, die mir jemals meine Sprüche geklaut haben! Ohne euch wüsste ich wahrscheinlich gar nicht, wie bekannt und bewährt ich bin. Ohne euch ginge es mir jetzt garantiert nicht so prima.
And please, keep on copying me.
|
Categories: 100 Wahrheiten, Lesestoff
|
|


