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100 Wahrheiten, Folge 3: Politikverdrossenheit

Warum man wählen gehen sollte


Da sich eine meiner treuesten Leserinnen meine Meinung zum Thema Politikverdrossenheit gewünscht hat, werde ich nun meine verdammte Pflicht erfüllen und einen doofen Beitrag über doofe Politikverdrossenheit dank doofer Politiker schreiben.

Warum geht man denn eigentlich wählen? Eine gute Frage. Ist irgendeiner der Streithähne auf den Plakaten denn überhaupt interessant? Hält irgendjemand, was er oder sie verspricht? Erwartet uns eine rosige Zukunft? Sind Piraten wirklich cooler als Anwälte?

Manche sind doch tatsächlich so doof und glauben an die deutsche Demokratie. Schief gewickelt, würde ich sagen. Es geht doch gar nicht mehr um Demokratie, es geht nur noch darum, wer die dickeren Eier hat und sich im Landtag oder Bundestag am besten präsentieren kann. Wenn die NPD-Abgeordneten nicht immer so hässlich wären und mal weniger stottern würden, würden sie bestimmt auch mal Applaus bekommen, statt immer nur ausgebuht zu werden.

Also, warum geht man wählen?


Mittlerweile kann man ja davon ausgehen, dass es egal ist, welche Partei die Führung übernimmt, weil ja sowieso höchstens 5% der Versprechungen eingehalten werden. Für richtige Änderungen gibt es einfach zuwenig Budget, zuviele Knüppel zwischen den Beinen und einfach zuviele Hürden, über die die werten Damen und Herren Politiker sehenden Auges stolpern. Und die Regierungsperiode reicht sowieso nicht aus, um mannigfaltige Neuerungen zu bringen, also versagt eine Partei nach der anderen, nur um von der nächsten, die frech genug ist, abgelöst zu werden.

Meiner Meinung nach sind die Wahlen nicht mehr dazu da, um positive Änderungen in den Bundestag zu bringen – die Wahlen sind einfach das letzte verbleibende Mittel des kleinen Bürgers, das kleinere Übel zu wählen, Schlimmeres zu verhindern. Alles, was wir tun, ist zwischen Teufel und Satan zu entscheiden. Vom Regen in die Traufe? Naja, vielleicht mal von der Traufe zurück in den Regen. Und in vier Jahren wieder alles von vorne. Na bravo. Ach, leckt mich doch, ich geh nicht mehr wählen, bringt ja eh nichts.

Soviel dazu.

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  1. Stephan-85
    19. Januar 2009, 11:55 | #1

    Selbst wenn man den Wahlzettel ungültig macht, hat man mehr bewegt, als wenn man gar nicht hin geht… Dann wird deine Stimme Prozentual aufgeteilt und bringt dann solche super Ergebnisse zusammen, wie man dann wieder im Fernsehn/Radio sieht/hört…

    Mfg Stephan-85

  2. -Lilith-
    19. Januar 2009, 15:35 | #2

    Naja – sagen wir mal so. Ein ungueltig eingeworfener Wahlschein zeigt ja, politisch gesehen durchaus einen Waehlerwillen – naemlich genau jenen, wie du oben im Blog geschrieben hast.
    Das zeugt von dem Gemuet, dass sich Gedanken drueber gemacht hat, aber letztenendes mit keiner Wahl einverstanden ist.

  3. Karine
    19. Januar 2009, 18:12 | #3

    Danke :)

  4. Anonymous
    3. Februar 2009, 06:17 | #4

    naja das ist deine meinung,ist ja auch ok.aber ich finde du hättest an das thema mehr problemorientiert gehen können und beide seiten beleuchten können.

  5. Julien
    3. Februar 2009, 11:09 | #5

    @Anonym
    Dann hast du offensichtlich die Ironie nicht verstanden. Lies es doch einfach noch mal.

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