Neuer Serienflop: The Middle
Malcolm? Bist du geflohen?
Wahrscheinlich werden sich viele an die relativ erfolgreiche Serie Malcom In The Middle erinnern, die chaotische und doch irgendwie funktionierende Familie, die man nie so wirklich beneidet hat. Der Sender ABC hat jetzt zum Herbst eine neue Serie in sein Programm aufgenommen, bei der anscheinend einfach Malcom weg gelassen wurde. Passender Weise nennt sie sich also auch nur The Middle.
Mir war es vergönnt, die Pilotfolge zu sehen – oder sollte ich sagen, ich hatte das zweifelhafte Vergnügen? Die Serie beginnt damit, dass die völlig überforderte Mutter in einem Superman-Kostüm mitten im Nirgendwo steht, ihr Handy in die Höhe hält und eifrig auf der Suche nach Empfang ist. Allein diese erste Minute ist schon beinahe qualvoll, da dieses elende Klischee des Handyempfangs-Suchens ziemlich dämlich und total überzogen ist. Ich bin allerdings ein konsequenter Mensch, und so hab ich mir den Rest der Folge auch noch angetan, möchte den Inhalt aber nicht unbedingt in allen Einzelheiten wiedergeben, weil er wirklich stinklangweilig ist. Nur ganz kurz eine Zusammenfassung: Die überforderte Hausfrau schafft es nicht, ihren Beruf als Autoverkäuferin und ihre drei doofen Kinder miteinander zu vereinbaren. Der Ehemann sieht bei allem nur ruhig zu und gibt hier und da einen sarkastischen Kommentar ab, ist aber im Kopf anscheinend schon ausgezogen. Der älteste Sohn ist mitten in der Pubertät, spricht kaum ein Wort und watschelt in Boxershorts durch die Küche, während die jüngere Tochter eine totale Versagerin ist und bei einer Schulaufführung für eine Katastrophe sorgt. Der jüngste Sohn weiß wenigstens die Liebe seiner Mutter zu schätzen, liefert aber sonst keinerlei … Nun ja, gar nichts eben. Man merkt kaum, dass er existiert. Eine tolle Familie.
Eigentlich hatte ich mir von der Serie mehr erhofft, und zwar einzig und allein wegen Neil Flynn, der auch schon in Scrubs die geniale Rolle des Hausmeisters hatte. Leider waren die Autoren dort um einiges besser, in The Middle geht sein Witz und sein Improvisationstalent direkt unter. Sympathie zu Patricia Heaton, die die Mutter spielt, entwickelt man auch nicht wirklich. Wenn ich es mir genau überlege, wirkt keine der Figuren wirklich sympathisch. Und das ist für eine Familienserie schon ziemlich fatal. Das komplette Konstrukt scheint viel eher auf Absurdität zu bauen als auf Witz – aber ist das für eine Comedy-Serie ein gutes Rezept? Ich denke nicht.
Abschalten...
Screens

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Categories: 5 - Grottenschlecht, Filme und Serien
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Ich finds eigentlich ganz nice