<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>» Deluxe. &#187; Lesestoff</title>
	<atom:link href="http://blog.onboards.de/category/lesestoff/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.onboards.de</link>
	<description>Absolut gut.</description>
	<lastBuildDate>Wed, 21 Jul 2010 18:04:31 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.1</generator>
		<item>
		<title>100 Wahrheiten, Folge 55: Fakten über Österreich</title>
		<link>http://blog.onboards.de/lesestoff/100-wahrheiten-folge-55-fakten-uber-osterreich/</link>
		<comments>http://blog.onboards.de/lesestoff/100-wahrheiten-folge-55-fakten-uber-osterreich/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 17:53:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julien</dc:creator>
				<category><![CDATA[100 Wahrheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Lesestoff]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.onboards.de/?p=1300</guid>
		<description><![CDATA[Hilfe, die Schluchtenscheißer kommen! Da ich letztens ein bisschen zum Drehen in Österreich unterwegs war, und auch nächste Woche vermutlich wieder da unten sein werde, hab ich mir mal ein paar Gedanken zu den netten Nachbarn aus dem Süden gemacht. Vorneweg: Ich verurteile hier niemanden. Österreicher können extrem leckere Schnitzel machen! Auch wenn mein Wiener [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Hilfe, die Schluchtenscheißer kommen!</h3><br />
Da ich letztens ein bisschen zum Drehen in Österreich unterwegs war, und auch nächste Woche vermutlich wieder da unten sein werde, hab ich mir mal ein paar Gedanken zu den netten Nachbarn aus dem Süden gemacht. Vorneweg: Ich verurteile hier niemanden.<br /><br />

<h5>Österreicher können extrem leckere Schnitzel machen!</h5><br />
<a href="http://s1.directupload.net/images/user/100721/2tplknqe.jpg" title="Wiener Schnitzel"><img src="http://s1.directupload.net/images/user/100721/2tplknqe.jpg" class="sided" width="200" alt="Wiener Schnitzel" align="left" /></a>Auch wenn mein Wiener Schnitzel vom Schwein war, die Panade war grandios lecker, das Fleisch super saftig und die Preiselbeermarmelade hat der ganzen Sache noch einen Hauch Exklusivität gegeben. Ich fand es anfangs ein bisschen schade, dass es kein original Wiener war, aber bei dem Geschmack sieht man gern mal darüber hinweg, und über den Preis konnte man sich auch nicht beschweren. Doof nur, dass ich von so einem kleinen 250g-Schnitzel nicht wirklich satt werde. Und wenn es schon Spesen gibt, dann kann ich ja auch gleich richtig reinhauen.<br /><br />
<a href="http://s3.directupload.net/images/user/100721/ts8j36bg.jpg" title="Kaiserschmarrn"><img src="http://s3.directupload.net/images/user/100721/ts8j36bg.jpg" class="sided" width="200" alt="Kaiserschmarrn" align="right" /></a>Was sonst ist so wirklich typisch Österreich, haben wir überlegt&#8230; Und wir kamen zu dem Schluss: Kaiserschmarrn ist doch wirklich typisch Österreich. Ich hab nach wie vor keine Ahnung, ob das stimmt oder nicht, weil ich, aus Angst, falsch zu liegen, nicht nachschaue. Aber ich weiß mit hundertprozentiger Sicherheit, dass ich selten einen so leckeren Kaiserschmarrn gegessen hab wie diesen. Luftig-leicht? Von wegen! Das Ding wog im Magen fast mehr als auf dem Teller, und der war schon ziemlich schwer. Aber was tut man nicht alles, um ein bisschen Völlegefühl zu erleben&#8230;<br /><br />

<h5>Österreicher können keine Quittungen schreiben!</h5><br />
Am ersten Abend fragten wir den eiligen Kellner, ob wir &#8211; auf Grund der Abrechnung &#8211; einen Kassenbeleg haben könnten. Erst murmelte er irgendwas unverständlich österreichisches, dann trollte er sich und kam nach geschlagenen zehn Minuten wieder, den Kassenbeleg in der Hand. Klar, wer kontrolliert den denn jetzt noch? Wir natürlich. Und tatsächlich, der Betrag stimmte nicht mit dem überein, was wir vor zehn Minuten bezahlt hatten. Scherge, trab an!<br />
Es fehlte der Kaiserschmarrn, und weil natürlich keiner von uns die paar Euro aus eigener Tasche freiwillig rausrücken wollte, verlangten wir einen neuen und diesmal korrekten Kassenbeleg. Weitere fünf Minuten vergingen, bis der Kellner uns überhaupt erneut bemerkte, und zwei Minuten vergingen, bis er überhaupt kapierte, was an dem aktuellen Beleg nicht stimmte. <br />
Nach weiteren zehn Minuten kam der Kellner wieder an, nun eindeutig unwillig, und warf uns gehetzt einen zerknäulten Kassenbeleg hin. Ein kurzer Blick darauf, und siehe da: Es war exakt derselbe Beleg von vorhin. Wieder vergingen fünf Minuten, bis wir dem verbitterten Menschen klarmachen konnten, dass da wieder der Kaiserschmarrn fehlt. Er war jetzt nicht nur unwillig, sondern richtig sauer, und verwirrt noch dazu. Also mussten wir alle nochmal brav aufsagen, was wir hatten. Ich kam mir vor wie in der Schule, wenn auf einer Klassenfahrt durchgezählt wurde.<br />
Mittlerweile hatten wir auch aufgehört, die Minuten zu zählen, die wir quasi unnötig dort rumsaßen, aber irgendwann schaffte das Grünleibchen es doch noch, und wir konnten frohen Mutes und vollen Bauches das Lokal verlassen.<br /><br />
Nur, um uns am nächsten Abend gleich wieder so einer Tortur auszusetzen. Diesmal waren wir eher zufällig in einer Pizzeria, in der noch waschechte Italiener (nun, zumindest sprachen sie halb Österreichisch, halb Italienisch) bedienten. Auch hier war das Essen ziemlich lecker, ich hatte zuerst eine rabiate Pizza Arrabiata und zum Nachtisch ein extraordinär großes Stück Tiramisù, und danach fühlte ich mich auch ein bisschen Mascarpone.<br />
Eigentlich wollten wir auch direkt nach dem Abendessen aufbrechen, aber leider hatte uns der österreichische Gastronomie-Gott ein anderes Schicksal zugedacht, denn auch hier wollte man uns lange warten lassen, bis man uns endlich einen Kassenbeleg bringen konnte. Und als der dann endlich da war, war es ein komplett anderer, mit Panacotta und diversen alkoholischen Getränken, obwohl wir doch nur Pizza und Tiramisù hatten&#8230; Das einzig Positive: Der falsche Beleg war noch ein Stück teurer als der richtige. So musste wenigstens keiner von uns drauflegen.<br /><br />
<h5>Österreicher können nicht Autofahren!</h5><br />
130 km/h Höchstgeschwindigkeit im ganzen Staat? Das ist doch Hundekuchen. Gut, unser blöder Mietwagen fuhr eh nicht viel schneller, aber ich hätte doch ganz gern wenigstens die Option, schnell zu fahren, wenn ich denn die Pferdchen unter der Haube hätte!<br /><br />
<h5>Österreicher haben hübsche Frauen!</h5><br />
In zwei Tagen Österreich habe ich mehr hübsche Frauen gesehen als in einem ganzen Monat in Frankfurt und Umgebung. Ich wusste gar nicht mehr, wohin ich schauen sollte, denn überall waren lange braungebrannte Beine, freiliegende Dekolletés, lange Wimpern und samtige Lippen. Wie die Össis überhaupt irgendeine Arbeit pünktlich fertigstellen können, ist mir ein Rätsel.<br /><br />
<h5>Österreicher&#8230; ach, keine Ahnung!</h5><br />
Mir fehlt jetzt ein bisschen der Anhaltspunkt, um noch zwei weitere Bilder sinnvoll hier einzufügen&#8230; Aber egal, eins ist eine Kirche im Sonnenuntergangslicht, das andere eine tolle Spezialität, die man in einem hessischen McDonald&#8217;s vergeblich suchen wird.<br />
So, und jetzt schreibe ich nichts mehr über Österreich, denn so langsam hab ich das Wort Österreich oft genug getippt, und ich freue mich schon auf nächste Woche, wenn ich tatsächlich mal meine große Kamera mitnehme und ein paar bessere Bilder schießen kann als nur Handyfotos.<br /><br />
<p align="center"><a href="http://s3.directupload.net/images/user/100721/gy4khkul.jpg" title="Kirchturm"><img src="http://s3.directupload.net/images/user/100721/gy4khkul.jpg" class="sided" width="200" alt="Kirchturm" /></a><a href="http://s1.directupload.net/images/user/100721/yh38hews.jpg" title="Nürnburger"><img src="http://s1.directupload.net/images/user/100721/yh38hews.jpg" class="sided" width="200" alt="Nürnburger" /></a></p>
<br /><br />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.onboards.de/lesestoff/100-wahrheiten-folge-55-fakten-uber-osterreich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>100 Wahrheiten, Folge 54: Foley artist</title>
		<link>http://blog.onboards.de/lesestoff/100-wahrheiten-folge-54-foley-artist/</link>
		<comments>http://blog.onboards.de/lesestoff/100-wahrheiten-folge-54-foley-artist/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 23:35:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julien</dc:creator>
				<category><![CDATA[100 Wahrheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Lesestoff]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.onboards.de/?p=1268</guid>
		<description><![CDATA[That&#8217;s not what I do. Als ich vor einiger Zeit mit der Schule fertig war, meinen Zivildienst abgeschlossen hatte und schon eine gewisse Idee hatte, in welche Berufssparte ich irgendwann mal reinrutschen wollte, tat ich das, was jeder aufstrebende Medienmensch tut: Ich bewarb mich um Praktikumsplätze. Es dauerte auch nicht lange, und mit ein bisschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>That&#8217;s not what I do.</h3><br />
Als ich vor einiger Zeit mit der Schule fertig war, meinen Zivildienst abgeschlossen hatte und schon eine gewisse Idee hatte, in welche Berufssparte ich irgendwann mal reinrutschen wollte, tat ich das, was jeder aufstrebende Medienmensch tut: Ich bewarb mich um Praktikumsplätze. Es dauerte auch nicht lange, und mit ein bisschen Hilfe von Kontakten wurde ich das erste Mal offiziell Praktikant einer Fernsehproduktionsfirma. Mein erster Auftrag dort: Foley artist.<br /><br />

Moment, ich fang lieber ganz von Anfang an.<br />
Beinahe jeder kennt das Phänomen, wenn man in einer lockeren Runde ist und sich über Berufe und Tätigkeiten unterhält. Eine oder einer in der Runde ist immer Hotelfachfrau oder -mann. Eine oder einer in der Runde studiert immer BWL. Wieder eine andere oder ein anderer studiert Veterinärmedizin. Und überall ist es das gleiche Schema, wenn man zuerst auf das Thema zu sprechen kommt.<br /><br />
&#8220;<i>Ach, du bist Hotelfachfrau? Das heißt, du machst die Betten und putzt die Toiletten? Ahja&#8230;</i>&#8220;<br /><br />
&#8220;<i>BWL? Ohje, da musst du dich ja nur mit Zahlen rumärgern. Nervt das nicht?</i>&#8220;<br /><br />
&#8220;<i>Veterinärmedizin? Das ist doch nur ein langes Wort für Tierarzt. Du gibst doch bestimmt eh nur Katzen irgendwelche Beruhigungsmittel.</i>&#8220;<br /><br />

Viele Leute denken, sie wüssten von einer einzigen Bezeichnung gleich alles über den Job, obwohl sie damit überhaupt nichts am Hut haben. Eine Hotelfachfrau lernt sehr viel mehr als nur Betten zu machen, ein BWL-Student ärgert sich noch mit viel mehr als nur Zahlen rum, und eine Tierärztin schläfert nicht nur Katzen ein.<br />
Besonders schlimm ist es bei meinem Beruf. Mediengestalter klingt ja noch einigermaßen pompös, aber Kameraassistent&#8230; Das hat schon irgendwie einen niedrigen Klang, geb ich gern zu. Kameramann? Klar, kennt jeder, der ist für das Bild verantwortlich, der sorgt dafür dass ein Film gut aussieht. Aber der Kameraassistent? Was macht der denn? Reicht der dem Kameramann ein Taschentuch, wenn der sich mal die Nase putzen muss?<br /><br />
<a href="http://s3.directupload.net/images/user/100604/kxqtgd2b.jpg"><img src="http://s3.directupload.net/images/user/100604/kxqtgd2b.jpg" alt="Bildklau von focus.de" width="150" class="sided" align="left" /></a>Die allgemeine Annahme ist, dass ein Kameraassistent gleich Kabelträger bedeutet. Der Kerl, der missmutig ein langes Kabel schleppt und dafür sorgt, dass der Kameramann nicht stolpert. Der Kerl, der am Set am wenigsten Lohn bekommt und eigentlich froh sein darf, wenn er nicht ständig auf dem Boden rumrutschen muss.<br />
Tatsache ist aber: Kameraassistenten sind keine Kabelträger, Kabelträger sind Kabelträger. Und am Set verdient ein Kabelträger deutlich mehr, als der typische Kritiker sich träumen lassen würde. Und Kabelträger haben weitaus mehr Verantwortung, als nur ein Kabel zu schleppen. Das Tolle an Film und Fernsehen ist nämlich: Die komplette Belegschaft ist ein Team. Und in diesem Team ist der Kabelträger genauso wichtig wie der Kameramann, der Runner genauso wichtig wie der Best Boy und so weiter. Nichts funktioniert, wenn nicht alle gemeinsam und zusammen arbeiten.<br /><br />

Aber zurück zu meinen Anfängen in der Branche. Mein erster Job, den ich als Praktikant einer Fernsehproduktion hatte, war also der so genannte foley artist. Und weil ich keinem zumuten will, nach der Definition zu suchen, verrate ich es ganz kurz und knapp: Der foley artist ist derjenige, der in einem Film für die Geräusche verantwortlich ist. Wird in einer Szene knackend in einen Apfel gebissen? Da war der foley artist am Werk. Wird klickend eine Waffe gezogen, klatscht eine weibliche Hand auf eine männliche Wange, knirscht ein Auto mit der Stoßstange an einen Pfeiler? Da war der foley artist am Werk.<br />
So einer war ich also. Ich bastelte mir im Tonstudio diverse Szenarien, mit denen ich mit skurrilsten Mitteln die normalsten Geräusche herstellen konnte. Mit Packer-Handschuhen auf eine gespannte Plastikfolie zu klatschen, ergab das Laufen nasser Füße auf Marmorboden, das langsame Drehen eines Füller-Verschlusses ergab Türknarzen. Die Möglichkeiten sind quasi endlos, und hinterher kommt keiner auf die Idee, dass man Unter-Wasser-Tonaufnahmen mit einem Glas Marmelade simuliert hat.<br /><br />

Jetzt könnte man natürlich sagen: &#8220;<i>Ach, da war der halt foley artist. Taucht im Abspann immer als letztes auf und spielt nur mit Bastelsachen rum.</i>&#8221; Aber wie auch die Hotelfachfrau nicht nur Betten macht, macht auch ein Praktikant einer Fernsehproduktion nicht nur Geräusche. Eine wirklich extrem gekürzte Aufzählung: Ich habe gelernt, Geräusche zu produzieren, aber auch, wie man richtig Licht setzt, wie man die Filmklappe beschriftet, wie man die Kamera bedient, wie man einen Film vertont, wie man filmreif spricht, wie man einen Film schneidet. Als Mediengestalter habe ich nicht nur gelernt, wie man ein Stativ aufbaut, sondern auch, wie man mehrere Tonquellen störungsfrei mischt, wie man Sonneneinstrahler vermeidet, wie kurz man einen Nachrichtenbeitrag konzipieren muss damit er nicht an Spannung verliert, wie man Schienen für Kamerafahrten aufbaut, wie man gedrehtes Material bearbeitet und erweitert, und ganz besonders wichtig: Ich habe gelernt, wie man respektvoll miteinander umgeht und im Team arbeitet.<br />
Und ja, natürlich habe ich auch gelernt, wie man ein Kabel richtig aufrollt, damit es keine Brüche bekommt.<br /><br />

<a href="http://s7.directupload.net/images/user/100604/5o2aq822.jpg"><img src="http://s7.directupload.net/images/user/100604/5o2aq822.jpg" alt="Bildklau von domgeefilms.com" class="sided" width="150" align="right" /></a>Als Mediengestalter und Kameraassistent bin ich also sehr viel mehr als nur Kabelträger. Ich bin Tonmeister, Beleuchter, Aufnahmeleiter, führe teils Regie und kümmere mich manchmal sogar noch um die Protagonisten. Das, was bei einer großen Hollywoodproduktion mindestens acht Leute erledigen, mache ich allein. Nun, nicht ganz allein, denn wie schon erwähnt, arbeiten wir im Team. Das, was bei einer großen Hollywoodproduktion mindestens zwölf Leute erledigen, machen wir zu zweit oder höchstens zu dritt. Das soll uns erst mal einer nachmachen.<br /><br />

Vielleicht konnte ich ja hiermit ein paar Horizonte erweitern und Vorurteile lockern. Und wenn mich wieder mal jemand anspricht mit: &#8220;<i>Hm, Kameraassistent&#8230; Du trägst also die Kabel.</i>&#8220;, dann haue ich ihm diesen Blogeintrag um die Ohren. Und ich lade Hotelfachfrauen, BWL-Studenten und Veterinärmediziner herzlich dazu ein, in so einer Situation dasselbe zu tun.<br /><br />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.onboards.de/lesestoff/100-wahrheiten-folge-54-foley-artist/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>100 Wahrheiten, Folge 53: Grillschwein, Pizzastein</title>
		<link>http://blog.onboards.de/lesestoff/100-wahrheiten-folge-53-grillschwein-pizzastein/</link>
		<comments>http://blog.onboards.de/lesestoff/100-wahrheiten-folge-53-grillschwein-pizzastein/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 May 2010 22:57:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julien</dc:creator>
				<category><![CDATA[100 Wahrheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Lesestoff]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.onboards.de/?p=1248</guid>
		<description><![CDATA[The Do&#8217;s And Don&#8217;ts Of The Art Of Eating Bei diesem schönen Wetter kann ich eigentlich ständig nur einen einzigen Gedanken denken: &#8220;Wenn Vegetarier wüssten, was sie verpassen!&#8221; Kaum zu glauben, was einem entgeht, wenn man kein Fleisch isst. Jedenfalls sitze ich seit Tagen ständig nur auf der Terrasse oder im Garten, lasse mir die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>The Do&#8217;s And Don&#8217;ts Of The Art Of Eating</h3><br />
Bei diesem schönen Wetter kann ich eigentlich ständig nur einen einzigen Gedanken denken: &#8220;<i>Wenn Vegetarier wüssten, was sie verpassen!</i>&#8221; Kaum zu glauben, was einem entgeht, wenn man kein Fleisch isst.<br />
Jedenfalls sitze ich seit Tagen ständig nur auf der Terrasse oder im Garten, lasse mir die Sonne auf den Pelz brennen und bin praktisch so zufrieden, als hätte ich alles, was man sich nur wünschen kann. Das ist zwar nicht unbedingt der Fall, mir fehlt immer noch Jessica Albas Handynummer, aber ich bin wohl auch mit den kleineren Glücken zufriedenzustellen, wie zum Beispiel mit Grillen.<br /><br />

<a href="http://s1.directupload.net/images/user/070828/6MqQur95.jpg" title="Steaks" name="Steaks"><img alt="Steaks" class="sided" src="http://s1.directupload.net/images/user/070828/6MqQur95.jpg" width="592" /></a><br /><br />

Für dieses Wochenende hab ich für knapp 30€ Fleisch eingekauft, und wie es sich gehört, war ich im schicken Rewe und hab dort an der Frischfleisch-Theke auf dies und jenes gezeigt. Die nicht gerade motivierte Dame hinter der Theke packte mir alles schön fest ein und schwang das Päckchen mit einiger Mühe zu mir rüber, wo ich es mit einiger Mühe auffing. Der Nachhauseweg war beschwerlich. Nicht weil das Fleisch so schwer war, sondern weil ich solche Lust hatte, es noch unterwegs auf einen mobilen Grill zu hauen. Oh, Marktlücke. Ein Campingkocher zum Umschnallen, für den Grillgenuss für unterwegs.<br />
Am Sonntag brezelte die Sonne dann erwartungsgemäß mit schnuckeligen 26° C auf uns herunter, und wir brutzelten feinstes Rinder-Hüftsteak in pikanter Chili-Marinade. Es kommt wirklich selten vor, dass ich mal von einem einzelnen Steak satt werde, aber bei diesen Brummern war das tatsächlich der Fall. Ein großes Steak, und ich musste schon pausieren. Kneifen ging allerdings nicht, echte Gref-Völsings Rindswurst wollte ja auch noch verspeist werden. Leider ließ ich eine Wurst etwa zehn Sekunden zu lange auf dem Grill; sie explodierte ein bisschen und benetzte mich mit Wurstsaft. Jetzt weiß ich, wie sich Pornodarstellerinnen fühlen. Eiiii, der war ja grausig schlecht.<br /><br />

Für heute (Montag) gab es dann noch diverse Schweine-Rücken-Steaks und Bratwürste, aber nach vier Steaks und vier Würstchen waren wir auch schon wieder für&#8217;s Erste befriedigt, und so probierten wir endlich mal das aus, was wir uns schon länger überlegt hatten: Pizza auf dem Grill.<br />
Vor ein paar Jahren schon hatte ich meinem Bruder mal so einen Pizzastein geschenkt, ich weiß gar nicht mehr ob er da Geburtstag hatte oder ob einfach nur Donnerstag war, jedenfalls lungerte der Stein schon Ewigkeiten in unserer Abstellkammer rum, ohne in Benutzung zu sein. Im Backofen hatte das Ding nicht wirklich funktioniert, weil der wohl nicht heiß genug wurde, also dachten wir uns: Glühende Kohlen dürften heißer sein als die läppischen 200° C vom Backofen! Ergo: Glühende Kohle flach gemacht, Pizzastein draufgeworfen, kurz gewartet und PLOTSCH! die Pizza drauf.<br />
Würde es funktionieren? Würde der Boden knackig-kross werden? Würde der Käse zerlaufen? Würde die Salami angeröstet sein? Würde die Pizza nach Asphalt schmecken?<br />
Kurzum: Nein, es hat nicht funktioniert. Der Pizzastein war wunderbar heiß, und es hätte vielleicht mit einer anderen Pizza geklappt, die eben nicht aus der Tiefkühltruhe kommt. Es gibt doch diese Pizza aus dem Kühlschrank, vielleicht so&#8230; Vielleicht muss man aber auch wirklich selbst Teig machen, schön dick mit Mehl einpudern und dann selbst saftig belegen. Mit der Tiefkühlpizza jedoch war es ein echtes Desaster. Der Boden wurde ziemlich schnell knackig-kross, aber der Belag war noch fast gefroren. Der Käse fing irgendwann an zu verlaufen, aber die Champignons waren noch hart. Als Schinken und Salami endlich ein bisschen angeröstet waren, glänzte der Pizzaboden schon teilweise im tiefsten Grillschwarz.<br />
Probieren geht bekanntlich über Studieren, also bissen wir jeder einmal in die Pseudo-Pizza hinein &#8211; und hätten am liebsten den Bissen gleich wieder ausgespuckt. Geschmacklich war das nicht nur ein Desaster, sondern eine echte Katastrophe. Roher Tiefkühlpizzabelag mit verkohltem Teig dazu&#8230; Wenn man einem Marathonläufer kurz nach dem Wettkampf vor Bewunderung die Füße küsst, schmeckt es sicherlich nicht großartig anders.<br /><br />

Gut finde ich, dass wir aus solchen Sachen lernen. Man muss eben alles mal ausprobiert haben, um zu wissen wie es sich verhält, und jetzt wissen wir: Pizza sollte man nicht grillen. Auf den Grill gehört eben doch nur feinstes Fleisch, und als Beilage vielleicht mal ein Kräuterbutterbaguette, aber das war&#8217;s dann auch schon.<br />
Ich freue mich schon, wenn ich morgen wieder einkaufen gehen kann, um ein bisschen auf Vorrat zu grillen, wenn es dann am Mittwoch wieder Regen geben soll. Und dann sitze ich unter der Markise, atme die Sommerregenluft ein, knabbere an meinem Steak und warte auf eine SMS von Jessica Alba, die mir schreibt, dass sie ihr Fleisch gern selbst marinieren würde.<br /><br />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.onboards.de/lesestoff/100-wahrheiten-folge-53-grillschwein-pizzastein/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Cordon Bleu mit Hühn</title>
		<link>http://blog.onboards.de/lesestoff/cordon-bleu-mit-huhn/</link>
		<comments>http://blog.onboards.de/lesestoff/cordon-bleu-mit-huhn/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 20:01:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julien</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hier wird gekocht!]]></category>
		<category><![CDATA[Lesestoff]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.onboards.de/?p=1222</guid>
		<description><![CDATA[Mal ohne Schwein, aber genauso lecker Eigentlich macht der gute Koch das mit Schinken und Käse gefüllte Leckerli ja mit einer kleinen Wutz, aber wir haben uns heute mal gedacht: Pustekuchen das geht auch anders! Und so haben wir eingekauft, gekocht und direkt vernichtet: 2x 600g Hähnchenbrustfilet 1 Packung Kochschinken 1 Packung Appenzeller Käse 1kg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Mal ohne Schwein, aber genauso lecker</h3><br />
Eigentlich macht der gute Koch das mit Schinken und Käse gefüllte Leckerli ja mit einer kleinen Wutz, aber wir haben uns heute mal gedacht: Pustekuchen das geht auch anders! Und so haben wir eingekauft, gekocht und direkt vernichtet:<br /><br />
<ul><li>2x 600g Hähnchenbrustfilet</li>
<li>1 Packung Kochschinken</li>
<li>1 Packung Appenzeller Käse</li>
<li>1kg Pommes (am besten von McCain)</li>
<li>1 Häufchen Mehl</li>
<li>2 Häufchen Paniermehl/Semmelbrösel</li>
<li>3 Eier</li></ul><br />
Eigentlich sind Cordon Bleus gar nicht mal so schwer zu machen, es ist nur ein bisschen aufwändig. Aber glaubt mir, es lohnt sich so dermaßen&#8230; Ich wünschte, ich hätte noch einen zweiten und dritten Magen, damit ich weiteressen könnte. Folgende Schritte sind notwendig:<br /><br /><br />
<img src="http://s3.directupload.net/images/user/100326/m4e3pj6e.jpg" alt="Hühn saubermachen" class="sided" /><br /><br />
Das Hühn wird zuerst sauber gemacht und von allen unliebsamen Fetträndern und Adern befreit.<br /><br /><br />
<img src="http://s5.directupload.net/images/user/100326/shudkgji.jpg" alt="Hühn aufschneiden" class="sided" /><br /><br />
Dann wird es aufgeschnitten, damit man es füllen kann.<br /><br /><br />
<img src="http://s5.directupload.net/images/user/100326/k5y4hcyj.jpg" alt="Soviel wie reinpasst! Stopfen!" class="sided" /><br /><br />
Soviel wie reinpasst, wird reingefüllt. Ruhig stopfen, es darf auch rauslaufen, es darf auch brutal fett aussehen. Das gehört dazu.<br /><br /><br />
<img src="http://s3.directupload.net/images/user/100326/r9p5jmeh.jpg" alt="Panieren ist die aufwändigste Arbeit..." class="sided" /><br /><br />
Die Panade von links nach rechts anwenden: Hühn in Mehl wälzen, bis es schön weiß ist, dann in verrührtes Ei platschen und schließlich großzügig mit Paniermehl beziehungsweise Semmelbröseln überschütten. Wenn nötig, erneut ins Ei werfen und nochmal bebröseln, dickere Panade bedeutet mehr Geschmack!<br /><br /><br />
<img src="http://s3.directupload.net/images/user/100326/3foe5zzg.jpg" alt="Fertig paniert." class="sided" /><br /><br />
Am Ende sollten die Viecher so aussehen, dass man schon gerne reinbeißen würde.<br /><br /><br />
<img src="http://s3.directupload.net/images/user/100326/4ywd9m3n.jpg" alt="Langsam brutzeln und immer gut aufpassen." class="sided" /><br /><br />
Auf mittlerer Stufe sehr viel Bratfett erhitzen und die Hühn-Teile schön lange drin schwimmen lassen, bis sie goldbraun geworden sind. Keine Angst vor trockenem Fleisch haben, ruhig mehrmals wenden.<br /><br /><br />
<img src="http://s5.directupload.net/images/user/100326/4dlpidql.jpg" alt="Dazu Pommes, wenn's beliebt." class="sided" /><br /><br />
Dazu können Pommes gereicht werden, aber noch besser als Majo schmeckt in diesem Fall Ketchup, auch wenn das auf dem Foto nicht mehr zu sehen ist.<br /><br />
Lasst es krachen!<br /><br />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.onboards.de/lesestoff/cordon-bleu-mit-huhn/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
