100 Wahrheiten, Folge 39: Tierquälerei und Wasserschlachten
26. Juli 2009
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Carl Busch gegen PETA-Hippies
In Frankfurt residiert momentan der Carl Busch Zirkus, ein riesengroßes Zelt ist auf dem Festplatz aufgebaut, und alle Menschen strömen in Scharen hinein, um all die schönen Tiere zu beobachten und sich verzaubern zu lassen. Alle Menschen? Nein, ein paar unglücklich aussehende Individuen verharren draußen auf dem Parkplatz, schwenken ihre kleinen Fähnchen im Wind und trommeln vor sich hin. Auf einem großen roten Banner steht irgendwas mit Tierquälerei. Ah, ich verstehe, hier handelt es sich mal wieder um ein paar Weltverbesserer bei einem ihrer Aufmärsche gegen die Profitgier der Unterhaltungsbranche.
Ja, die armen Zirkustiere werden so richtig böse behandelt, sie müssen andauernd Kunststückchen vorführen und die Blitzlichtgewitter ertragen. Ein hartes Schicksal. Klingt das etwa ironisch? Ist gar nicht mal so gemeint. Die Ironie kommt dieses Mal echt nicht von mir, die haben die PETA-Hippies selbst mit ins Spiel gebracht. Vielleicht sollte man ihnen mal sagen, woraus die 100% biologisch hergestellten Trommeln bestehen, mit denen sie eifrig ins Gefecht ziehen. Synthetische Wursthaut? Natürlich, sicherlich. Noch so ein Fall von “Ach ich möchte die Welt verbessern, aber auf meinen eigenen Luxus möchte ich nicht verzichten, geschweige denn mal für fünf Minuten nachdenken.“
Ziemlich krank eigentlich, wenn man bedenkt, dass ein ganzer Schwung Menschen sich einfach solchen Aktionen anschließt, ohne überhaupt zu wissen, worum es im Endeffekt geht. Oder gegen wen es geht. Das ist ja, als würde ich gegen Mobilfunkbetreiber protestieren und all meine Bekannten per Handy darauf hinweisen. Irgendwie paradox, oder? Fast wie eine schlechte Sekte.
Dusch dich, du Weichei!
Sektenhaft ist auch der Aufruf der PETA, zum Vegetarismus überzusiedeln. Da werden arme Frauen halbnackt in der Öffentlichkeit präsentiert, die den angeprangerten Wasserverbrauch, der durch die Fleischproduktion entsteht, noch weiter in die Höhe treiben, indem sie einen ganzen Tag unter der Dusche stehen. Kommt das einem nicht irgendwie bekannt vor? Erinnert das an Zirkustiere, so zur Schau gestellt und ausgenutzt? Schlimm, jaja. Aber nein, die Frauen machen das natürlich ganz freiwillig, weil sie glauben, damit irgendwas bewirken zu können.
Aber auch hier werden wieder genau die Fehler begangen, die verurteilt werden. Ein Kilo Fleisch benötigt eine gewisse Menge Wasser, und um das schlechtzureden, verbrauchen wir doch einfach noch mehr Wasser! Eine gute Masche eigentlich – ich bin ein absoluter Gegner von Terrorangriffen, der PETA-Logik nach müsste ich also nur der Al-Qaida beitreten, und schon wäre das Problem gelöst. Dass Vegetarismus die Abhilfe schlechthin ist, sollte klar sein, schließlich verbraucht die weltweite Salat-Zucht keinerlei Wasser. Danke, PETA.
Rettet den Schweißkäfer!
Meine Güte, wie dämlich die Menschen heutzutage sind. Kaum lesen sie irgendwas reißerisches, schaltet der Verstand ab. Tiere müssen leiden? Verdammt, kaufen wir uns sofort Trommeln und stellen uns vor einen Zirkus. Wasser wird verschwendet? Scheiße, ich esse nie wieder Fleisch. Was kommt als nächstes? Bestimmt wird in naher Zukunft die aussterbende Käferart des Schweißkäfers angeprangert, und die Lösung: Frauen dürfen sich die Achseln nicht mehr enthaaren und kein Deo mehr benutzen, damit das possierliche Tierchen überleben kann.
Danke, PETA. Ich würde ja der Sekte beitreten, aber leider verbietet das meine Religion – die der Karnivoren. Wer mitmachen will, kann sich ja mal folgenden Zettel an der Pinnwand durchlesen.

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Categories: 100 Wahrheiten, Lesestoff
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