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	<title>» Deluxe. &#187; 100 Wahrheiten</title>
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		<title>100 Wahrheiten, Folge 55: Fakten über Österreich</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 17:53:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julien</dc:creator>
				<category><![CDATA[100 Wahrheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Lesestoff]]></category>

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		<description><![CDATA[Hilfe, die Schluchtenscheißer kommen! Da ich letztens ein bisschen zum Drehen in Österreich unterwegs war, und auch nächste Woche vermutlich wieder da unten sein werde, hab ich mir mal ein paar Gedanken zu den netten Nachbarn aus dem Süden gemacht. Vorneweg: Ich verurteile hier niemanden. Österreicher können extrem leckere Schnitzel machen! Auch wenn mein Wiener [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Hilfe, die Schluchtenscheißer kommen!</h3><br />
Da ich letztens ein bisschen zum Drehen in Österreich unterwegs war, und auch nächste Woche vermutlich wieder da unten sein werde, hab ich mir mal ein paar Gedanken zu den netten Nachbarn aus dem Süden gemacht. Vorneweg: Ich verurteile hier niemanden.<br /><br />

<h5>Österreicher können extrem leckere Schnitzel machen!</h5><br />
<a href="http://s1.directupload.net/images/user/100721/2tplknqe.jpg" title="Wiener Schnitzel"><img src="http://s1.directupload.net/images/user/100721/2tplknqe.jpg" class="sided" width="200" alt="Wiener Schnitzel" align="left" /></a>Auch wenn mein Wiener Schnitzel vom Schwein war, die Panade war grandios lecker, das Fleisch super saftig und die Preiselbeermarmelade hat der ganzen Sache noch einen Hauch Exklusivität gegeben. Ich fand es anfangs ein bisschen schade, dass es kein original Wiener war, aber bei dem Geschmack sieht man gern mal darüber hinweg, und über den Preis konnte man sich auch nicht beschweren. Doof nur, dass ich von so einem kleinen 250g-Schnitzel nicht wirklich satt werde. Und wenn es schon Spesen gibt, dann kann ich ja auch gleich richtig reinhauen.<br /><br />
<a href="http://s3.directupload.net/images/user/100721/ts8j36bg.jpg" title="Kaiserschmarrn"><img src="http://s3.directupload.net/images/user/100721/ts8j36bg.jpg" class="sided" width="200" alt="Kaiserschmarrn" align="right" /></a>Was sonst ist so wirklich typisch Österreich, haben wir überlegt&#8230; Und wir kamen zu dem Schluss: Kaiserschmarrn ist doch wirklich typisch Österreich. Ich hab nach wie vor keine Ahnung, ob das stimmt oder nicht, weil ich, aus Angst, falsch zu liegen, nicht nachschaue. Aber ich weiß mit hundertprozentiger Sicherheit, dass ich selten einen so leckeren Kaiserschmarrn gegessen hab wie diesen. Luftig-leicht? Von wegen! Das Ding wog im Magen fast mehr als auf dem Teller, und der war schon ziemlich schwer. Aber was tut man nicht alles, um ein bisschen Völlegefühl zu erleben&#8230;<br /><br />

<h5>Österreicher können keine Quittungen schreiben!</h5><br />
Am ersten Abend fragten wir den eiligen Kellner, ob wir &#8211; auf Grund der Abrechnung &#8211; einen Kassenbeleg haben könnten. Erst murmelte er irgendwas unverständlich österreichisches, dann trollte er sich und kam nach geschlagenen zehn Minuten wieder, den Kassenbeleg in der Hand. Klar, wer kontrolliert den denn jetzt noch? Wir natürlich. Und tatsächlich, der Betrag stimmte nicht mit dem überein, was wir vor zehn Minuten bezahlt hatten. Scherge, trab an!<br />
Es fehlte der Kaiserschmarrn, und weil natürlich keiner von uns die paar Euro aus eigener Tasche freiwillig rausrücken wollte, verlangten wir einen neuen und diesmal korrekten Kassenbeleg. Weitere fünf Minuten vergingen, bis der Kellner uns überhaupt erneut bemerkte, und zwei Minuten vergingen, bis er überhaupt kapierte, was an dem aktuellen Beleg nicht stimmte. <br />
Nach weiteren zehn Minuten kam der Kellner wieder an, nun eindeutig unwillig, und warf uns gehetzt einen zerknäulten Kassenbeleg hin. Ein kurzer Blick darauf, und siehe da: Es war exakt derselbe Beleg von vorhin. Wieder vergingen fünf Minuten, bis wir dem verbitterten Menschen klarmachen konnten, dass da wieder der Kaiserschmarrn fehlt. Er war jetzt nicht nur unwillig, sondern richtig sauer, und verwirrt noch dazu. Also mussten wir alle nochmal brav aufsagen, was wir hatten. Ich kam mir vor wie in der Schule, wenn auf einer Klassenfahrt durchgezählt wurde.<br />
Mittlerweile hatten wir auch aufgehört, die Minuten zu zählen, die wir quasi unnötig dort rumsaßen, aber irgendwann schaffte das Grünleibchen es doch noch, und wir konnten frohen Mutes und vollen Bauches das Lokal verlassen.<br /><br />
Nur, um uns am nächsten Abend gleich wieder so einer Tortur auszusetzen. Diesmal waren wir eher zufällig in einer Pizzeria, in der noch waschechte Italiener (nun, zumindest sprachen sie halb Österreichisch, halb Italienisch) bedienten. Auch hier war das Essen ziemlich lecker, ich hatte zuerst eine rabiate Pizza Arrabiata und zum Nachtisch ein extraordinär großes Stück Tiramisù, und danach fühlte ich mich auch ein bisschen Mascarpone.<br />
Eigentlich wollten wir auch direkt nach dem Abendessen aufbrechen, aber leider hatte uns der österreichische Gastronomie-Gott ein anderes Schicksal zugedacht, denn auch hier wollte man uns lange warten lassen, bis man uns endlich einen Kassenbeleg bringen konnte. Und als der dann endlich da war, war es ein komplett anderer, mit Panacotta und diversen alkoholischen Getränken, obwohl wir doch nur Pizza und Tiramisù hatten&#8230; Das einzig Positive: Der falsche Beleg war noch ein Stück teurer als der richtige. So musste wenigstens keiner von uns drauflegen.<br /><br />
<h5>Österreicher können nicht Autofahren!</h5><br />
130 km/h Höchstgeschwindigkeit im ganzen Staat? Das ist doch Hundekuchen. Gut, unser blöder Mietwagen fuhr eh nicht viel schneller, aber ich hätte doch ganz gern wenigstens die Option, schnell zu fahren, wenn ich denn die Pferdchen unter der Haube hätte!<br /><br />
<h5>Österreicher haben hübsche Frauen!</h5><br />
In zwei Tagen Österreich habe ich mehr hübsche Frauen gesehen als in einem ganzen Monat in Frankfurt und Umgebung. Ich wusste gar nicht mehr, wohin ich schauen sollte, denn überall waren lange braungebrannte Beine, freiliegende Dekolletés, lange Wimpern und samtige Lippen. Wie die Össis überhaupt irgendeine Arbeit pünktlich fertigstellen können, ist mir ein Rätsel.<br /><br />
<h5>Österreicher&#8230; ach, keine Ahnung!</h5><br />
Mir fehlt jetzt ein bisschen der Anhaltspunkt, um noch zwei weitere Bilder sinnvoll hier einzufügen&#8230; Aber egal, eins ist eine Kirche im Sonnenuntergangslicht, das andere eine tolle Spezialität, die man in einem hessischen McDonald&#8217;s vergeblich suchen wird.<br />
So, und jetzt schreibe ich nichts mehr über Österreich, denn so langsam hab ich das Wort Österreich oft genug getippt, und ich freue mich schon auf nächste Woche, wenn ich tatsächlich mal meine große Kamera mitnehme und ein paar bessere Bilder schießen kann als nur Handyfotos.<br /><br />
<p align="center"><a href="http://s3.directupload.net/images/user/100721/gy4khkul.jpg" title="Kirchturm"><img src="http://s3.directupload.net/images/user/100721/gy4khkul.jpg" class="sided" width="200" alt="Kirchturm" /></a><a href="http://s1.directupload.net/images/user/100721/yh38hews.jpg" title="Nürnburger"><img src="http://s1.directupload.net/images/user/100721/yh38hews.jpg" class="sided" width="200" alt="Nürnburger" /></a></p>
<br /><br />]]></content:encoded>
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		<title>100 Wahrheiten, Folge 54: Foley artist</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 23:35:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julien</dc:creator>
				<category><![CDATA[100 Wahrheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Lesestoff]]></category>

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		<description><![CDATA[That&#8217;s not what I do. Als ich vor einiger Zeit mit der Schule fertig war, meinen Zivildienst abgeschlossen hatte und schon eine gewisse Idee hatte, in welche Berufssparte ich irgendwann mal reinrutschen wollte, tat ich das, was jeder aufstrebende Medienmensch tut: Ich bewarb mich um Praktikumsplätze. Es dauerte auch nicht lange, und mit ein bisschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>That&#8217;s not what I do.</h3><br />
Als ich vor einiger Zeit mit der Schule fertig war, meinen Zivildienst abgeschlossen hatte und schon eine gewisse Idee hatte, in welche Berufssparte ich irgendwann mal reinrutschen wollte, tat ich das, was jeder aufstrebende Medienmensch tut: Ich bewarb mich um Praktikumsplätze. Es dauerte auch nicht lange, und mit ein bisschen Hilfe von Kontakten wurde ich das erste Mal offiziell Praktikant einer Fernsehproduktionsfirma. Mein erster Auftrag dort: Foley artist.<br /><br />

Moment, ich fang lieber ganz von Anfang an.<br />
Beinahe jeder kennt das Phänomen, wenn man in einer lockeren Runde ist und sich über Berufe und Tätigkeiten unterhält. Eine oder einer in der Runde ist immer Hotelfachfrau oder -mann. Eine oder einer in der Runde studiert immer BWL. Wieder eine andere oder ein anderer studiert Veterinärmedizin. Und überall ist es das gleiche Schema, wenn man zuerst auf das Thema zu sprechen kommt.<br /><br />
&#8220;<i>Ach, du bist Hotelfachfrau? Das heißt, du machst die Betten und putzt die Toiletten? Ahja&#8230;</i>&#8220;<br /><br />
&#8220;<i>BWL? Ohje, da musst du dich ja nur mit Zahlen rumärgern. Nervt das nicht?</i>&#8220;<br /><br />
&#8220;<i>Veterinärmedizin? Das ist doch nur ein langes Wort für Tierarzt. Du gibst doch bestimmt eh nur Katzen irgendwelche Beruhigungsmittel.</i>&#8220;<br /><br />

Viele Leute denken, sie wüssten von einer einzigen Bezeichnung gleich alles über den Job, obwohl sie damit überhaupt nichts am Hut haben. Eine Hotelfachfrau lernt sehr viel mehr als nur Betten zu machen, ein BWL-Student ärgert sich noch mit viel mehr als nur Zahlen rum, und eine Tierärztin schläfert nicht nur Katzen ein.<br />
Besonders schlimm ist es bei meinem Beruf. Mediengestalter klingt ja noch einigermaßen pompös, aber Kameraassistent&#8230; Das hat schon irgendwie einen niedrigen Klang, geb ich gern zu. Kameramann? Klar, kennt jeder, der ist für das Bild verantwortlich, der sorgt dafür dass ein Film gut aussieht. Aber der Kameraassistent? Was macht der denn? Reicht der dem Kameramann ein Taschentuch, wenn der sich mal die Nase putzen muss?<br /><br />
<a href="http://s3.directupload.net/images/user/100604/kxqtgd2b.jpg"><img src="http://s3.directupload.net/images/user/100604/kxqtgd2b.jpg" alt="Bildklau von focus.de" width="150" class="sided" align="left" /></a>Die allgemeine Annahme ist, dass ein Kameraassistent gleich Kabelträger bedeutet. Der Kerl, der missmutig ein langes Kabel schleppt und dafür sorgt, dass der Kameramann nicht stolpert. Der Kerl, der am Set am wenigsten Lohn bekommt und eigentlich froh sein darf, wenn er nicht ständig auf dem Boden rumrutschen muss.<br />
Tatsache ist aber: Kameraassistenten sind keine Kabelträger, Kabelträger sind Kabelträger. Und am Set verdient ein Kabelträger deutlich mehr, als der typische Kritiker sich träumen lassen würde. Und Kabelträger haben weitaus mehr Verantwortung, als nur ein Kabel zu schleppen. Das Tolle an Film und Fernsehen ist nämlich: Die komplette Belegschaft ist ein Team. Und in diesem Team ist der Kabelträger genauso wichtig wie der Kameramann, der Runner genauso wichtig wie der Best Boy und so weiter. Nichts funktioniert, wenn nicht alle gemeinsam und zusammen arbeiten.<br /><br />

Aber zurück zu meinen Anfängen in der Branche. Mein erster Job, den ich als Praktikant einer Fernsehproduktion hatte, war also der so genannte foley artist. Und weil ich keinem zumuten will, nach der Definition zu suchen, verrate ich es ganz kurz und knapp: Der foley artist ist derjenige, der in einem Film für die Geräusche verantwortlich ist. Wird in einer Szene knackend in einen Apfel gebissen? Da war der foley artist am Werk. Wird klickend eine Waffe gezogen, klatscht eine weibliche Hand auf eine männliche Wange, knirscht ein Auto mit der Stoßstange an einen Pfeiler? Da war der foley artist am Werk.<br />
So einer war ich also. Ich bastelte mir im Tonstudio diverse Szenarien, mit denen ich mit skurrilsten Mitteln die normalsten Geräusche herstellen konnte. Mit Packer-Handschuhen auf eine gespannte Plastikfolie zu klatschen, ergab das Laufen nasser Füße auf Marmorboden, das langsame Drehen eines Füller-Verschlusses ergab Türknarzen. Die Möglichkeiten sind quasi endlos, und hinterher kommt keiner auf die Idee, dass man Unter-Wasser-Tonaufnahmen mit einem Glas Marmelade simuliert hat.<br /><br />

Jetzt könnte man natürlich sagen: &#8220;<i>Ach, da war der halt foley artist. Taucht im Abspann immer als letztes auf und spielt nur mit Bastelsachen rum.</i>&#8221; Aber wie auch die Hotelfachfrau nicht nur Betten macht, macht auch ein Praktikant einer Fernsehproduktion nicht nur Geräusche. Eine wirklich extrem gekürzte Aufzählung: Ich habe gelernt, Geräusche zu produzieren, aber auch, wie man richtig Licht setzt, wie man die Filmklappe beschriftet, wie man die Kamera bedient, wie man einen Film vertont, wie man filmreif spricht, wie man einen Film schneidet. Als Mediengestalter habe ich nicht nur gelernt, wie man ein Stativ aufbaut, sondern auch, wie man mehrere Tonquellen störungsfrei mischt, wie man Sonneneinstrahler vermeidet, wie kurz man einen Nachrichtenbeitrag konzipieren muss damit er nicht an Spannung verliert, wie man Schienen für Kamerafahrten aufbaut, wie man gedrehtes Material bearbeitet und erweitert, und ganz besonders wichtig: Ich habe gelernt, wie man respektvoll miteinander umgeht und im Team arbeitet.<br />
Und ja, natürlich habe ich auch gelernt, wie man ein Kabel richtig aufrollt, damit es keine Brüche bekommt.<br /><br />

<a href="http://s7.directupload.net/images/user/100604/5o2aq822.jpg"><img src="http://s7.directupload.net/images/user/100604/5o2aq822.jpg" alt="Bildklau von domgeefilms.com" class="sided" width="150" align="right" /></a>Als Mediengestalter und Kameraassistent bin ich also sehr viel mehr als nur Kabelträger. Ich bin Tonmeister, Beleuchter, Aufnahmeleiter, führe teils Regie und kümmere mich manchmal sogar noch um die Protagonisten. Das, was bei einer großen Hollywoodproduktion mindestens acht Leute erledigen, mache ich allein. Nun, nicht ganz allein, denn wie schon erwähnt, arbeiten wir im Team. Das, was bei einer großen Hollywoodproduktion mindestens zwölf Leute erledigen, machen wir zu zweit oder höchstens zu dritt. Das soll uns erst mal einer nachmachen.<br /><br />

Vielleicht konnte ich ja hiermit ein paar Horizonte erweitern und Vorurteile lockern. Und wenn mich wieder mal jemand anspricht mit: &#8220;<i>Hm, Kameraassistent&#8230; Du trägst also die Kabel.</i>&#8220;, dann haue ich ihm diesen Blogeintrag um die Ohren. Und ich lade Hotelfachfrauen, BWL-Studenten und Veterinärmediziner herzlich dazu ein, in so einer Situation dasselbe zu tun.<br /><br />]]></content:encoded>
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		<title>100 Wahrheiten, Folge 53: Grillschwein, Pizzastein</title>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 22:57:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julien</dc:creator>
				<category><![CDATA[100 Wahrheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Lesestoff]]></category>

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		<description><![CDATA[The Do&#8217;s And Don&#8217;ts Of The Art Of Eating Bei diesem schönen Wetter kann ich eigentlich ständig nur einen einzigen Gedanken denken: &#8220;Wenn Vegetarier wüssten, was sie verpassen!&#8221; Kaum zu glauben, was einem entgeht, wenn man kein Fleisch isst. Jedenfalls sitze ich seit Tagen ständig nur auf der Terrasse oder im Garten, lasse mir die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>The Do&#8217;s And Don&#8217;ts Of The Art Of Eating</h3><br />
Bei diesem schönen Wetter kann ich eigentlich ständig nur einen einzigen Gedanken denken: &#8220;<i>Wenn Vegetarier wüssten, was sie verpassen!</i>&#8221; Kaum zu glauben, was einem entgeht, wenn man kein Fleisch isst.<br />
Jedenfalls sitze ich seit Tagen ständig nur auf der Terrasse oder im Garten, lasse mir die Sonne auf den Pelz brennen und bin praktisch so zufrieden, als hätte ich alles, was man sich nur wünschen kann. Das ist zwar nicht unbedingt der Fall, mir fehlt immer noch Jessica Albas Handynummer, aber ich bin wohl auch mit den kleineren Glücken zufriedenzustellen, wie zum Beispiel mit Grillen.<br /><br />

<a href="http://s1.directupload.net/images/user/070828/6MqQur95.jpg" title="Steaks" name="Steaks"><img alt="Steaks" class="sided" src="http://s1.directupload.net/images/user/070828/6MqQur95.jpg" width="592" /></a><br /><br />

Für dieses Wochenende hab ich für knapp 30€ Fleisch eingekauft, und wie es sich gehört, war ich im schicken Rewe und hab dort an der Frischfleisch-Theke auf dies und jenes gezeigt. Die nicht gerade motivierte Dame hinter der Theke packte mir alles schön fest ein und schwang das Päckchen mit einiger Mühe zu mir rüber, wo ich es mit einiger Mühe auffing. Der Nachhauseweg war beschwerlich. Nicht weil das Fleisch so schwer war, sondern weil ich solche Lust hatte, es noch unterwegs auf einen mobilen Grill zu hauen. Oh, Marktlücke. Ein Campingkocher zum Umschnallen, für den Grillgenuss für unterwegs.<br />
Am Sonntag brezelte die Sonne dann erwartungsgemäß mit schnuckeligen 26° C auf uns herunter, und wir brutzelten feinstes Rinder-Hüftsteak in pikanter Chili-Marinade. Es kommt wirklich selten vor, dass ich mal von einem einzelnen Steak satt werde, aber bei diesen Brummern war das tatsächlich der Fall. Ein großes Steak, und ich musste schon pausieren. Kneifen ging allerdings nicht, echte Gref-Völsings Rindswurst wollte ja auch noch verspeist werden. Leider ließ ich eine Wurst etwa zehn Sekunden zu lange auf dem Grill; sie explodierte ein bisschen und benetzte mich mit Wurstsaft. Jetzt weiß ich, wie sich Pornodarstellerinnen fühlen. Eiiii, der war ja grausig schlecht.<br /><br />

Für heute (Montag) gab es dann noch diverse Schweine-Rücken-Steaks und Bratwürste, aber nach vier Steaks und vier Würstchen waren wir auch schon wieder für&#8217;s Erste befriedigt, und so probierten wir endlich mal das aus, was wir uns schon länger überlegt hatten: Pizza auf dem Grill.<br />
Vor ein paar Jahren schon hatte ich meinem Bruder mal so einen Pizzastein geschenkt, ich weiß gar nicht mehr ob er da Geburtstag hatte oder ob einfach nur Donnerstag war, jedenfalls lungerte der Stein schon Ewigkeiten in unserer Abstellkammer rum, ohne in Benutzung zu sein. Im Backofen hatte das Ding nicht wirklich funktioniert, weil der wohl nicht heiß genug wurde, also dachten wir uns: Glühende Kohlen dürften heißer sein als die läppischen 200° C vom Backofen! Ergo: Glühende Kohle flach gemacht, Pizzastein draufgeworfen, kurz gewartet und PLOTSCH! die Pizza drauf.<br />
Würde es funktionieren? Würde der Boden knackig-kross werden? Würde der Käse zerlaufen? Würde die Salami angeröstet sein? Würde die Pizza nach Asphalt schmecken?<br />
Kurzum: Nein, es hat nicht funktioniert. Der Pizzastein war wunderbar heiß, und es hätte vielleicht mit einer anderen Pizza geklappt, die eben nicht aus der Tiefkühltruhe kommt. Es gibt doch diese Pizza aus dem Kühlschrank, vielleicht so&#8230; Vielleicht muss man aber auch wirklich selbst Teig machen, schön dick mit Mehl einpudern und dann selbst saftig belegen. Mit der Tiefkühlpizza jedoch war es ein echtes Desaster. Der Boden wurde ziemlich schnell knackig-kross, aber der Belag war noch fast gefroren. Der Käse fing irgendwann an zu verlaufen, aber die Champignons waren noch hart. Als Schinken und Salami endlich ein bisschen angeröstet waren, glänzte der Pizzaboden schon teilweise im tiefsten Grillschwarz.<br />
Probieren geht bekanntlich über Studieren, also bissen wir jeder einmal in die Pseudo-Pizza hinein &#8211; und hätten am liebsten den Bissen gleich wieder ausgespuckt. Geschmacklich war das nicht nur ein Desaster, sondern eine echte Katastrophe. Roher Tiefkühlpizzabelag mit verkohltem Teig dazu&#8230; Wenn man einem Marathonläufer kurz nach dem Wettkampf vor Bewunderung die Füße küsst, schmeckt es sicherlich nicht großartig anders.<br /><br />

Gut finde ich, dass wir aus solchen Sachen lernen. Man muss eben alles mal ausprobiert haben, um zu wissen wie es sich verhält, und jetzt wissen wir: Pizza sollte man nicht grillen. Auf den Grill gehört eben doch nur feinstes Fleisch, und als Beilage vielleicht mal ein Kräuterbutterbaguette, aber das war&#8217;s dann auch schon.<br />
Ich freue mich schon, wenn ich morgen wieder einkaufen gehen kann, um ein bisschen auf Vorrat zu grillen, wenn es dann am Mittwoch wieder Regen geben soll. Und dann sitze ich unter der Markise, atme die Sommerregenluft ein, knabbere an meinem Steak und warte auf eine SMS von Jessica Alba, die mir schreibt, dass sie ihr Fleisch gern selbst marinieren würde.<br /><br />]]></content:encoded>
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		<title>100 Wahrheiten, Folge 52: Schnee, Musik und mehr</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 09:04:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julien</dc:creator>
				<category><![CDATA[100 Wahrheiten]]></category>
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		<description><![CDATA[Sonntag, juhu! Ausgeschlafen? Irgendwie scheint es in Deutschland nicht mehr aufzuhören mit dem Schnee. Ich bin so gegen 8:30 Uhr aufgewacht und dachte mir, draußen sieht es aber weiß aus&#8230; Schnell einen Blick raus geworfen, und siehe da, es schneit. Schon wieder. Oder schneit es immer noch, und der gestrige Sonnenschein war einfach nur eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Sonntag, juhu! Ausgeschlafen?</h3><br />
Irgendwie scheint es in Deutschland nicht mehr aufzuhören mit dem Schnee. Ich bin so gegen 8:30 Uhr aufgewacht und dachte mir, draußen sieht es aber weiß aus&#8230; Schnell einen Blick raus geworfen, und siehe da, es schneit. Schon wieder. Oder schneit es immer noch, und der gestrige Sonnenschein war einfach nur eine optische Täuschung?<br /><br />
Eigentlich dürfte ich mich ja nicht beschweren. Ich liebe Schnee, ich liebe es wenn es schneit, ich liebe das Knirschen wenn man auf frisch gefallenem Schnee läuft, ich liebe Snowboarden, ich liebe Schneeballschlachten und Schneemänner. Warum freue ich mich dann nicht? Warum war alles, was ich heute morgen beim Anblick der dicken Flocken denken konnte, ohje?<br />
Vielleicht deswegen, weil es irgendwann auch mal reicht mit dem Schnee. Immerhin bin ich arbeitsbedingt recht viel mit dem Auto unterwegs, und da ich erst letztens mit dem Leben abgeschlossen hatte (bei -6° und Schnee mit 190 km/h über die Autobahn, das Lenkrad in der Linken und in der Rechten das Bier, und nein, nicht ich) und sogar eine kleine Erkältung auskurieren will, die ich mir wohl vor ein paar Tagen eingefangen hab, reicht es mir im Moment wirklich mit dem Schnee.<br />
Draußen drehen ist zwar besser als im strömenden Regen, aber meistens soll man ja im Fernsehen nicht sehen, dass es schneit, außer es handelt sich um einen Beitrag über Schnee und Winter. Ergo muss man hier auch meistens abwarten bis das Wetter etwas besser wird, damit man den Beitrag zur Not auch noch im Mai senden kann. Es sei denn, man macht eine Langzeit-Reportage über mehrere Monate, da darf es auch ruhig mal schneien.<br /><br />
Trotzdem reicht es mir jetzt. Schnee, dankeschön, du warst eine Zeit lang nett anzusehen und sehr gut zu befahren, aber jetzt kannst du wieder abhauen. Bis nächstes Jahr, mach&#8217;s gut.<br /><br />
<h3>Meine Erkältung lässt die Ohren unberührt</h3><br />
Nun sitze ich hier, sonntagmorgens um 9:30, und bin leicht verstimmt darüber, dass ich nicht länger schlafen konnte. Und ich bin leicht verstimmt darüber, dass ich nachschauen musste, wie man <i>sonntagmorgens</i> richtig schreibt. Die Rechtschreibung hat sich echt so ein paar Tücken einfallen lassen, die keiner wirklich versteht.<br />
Nun sitze ich hier, mit spröden Lippen und ein bisschen Hunger, und ich höre Trance. Ja, ich höre auch Trance. Techno auch manchmal, House auch relativ häufig. Wieso? Ganz einfach deswegen, weil ich flexibel und nicht engstirnig bin. Ob jetzt <i>Joop</i>, <i>Tiësto</i> (ich muss mir unbedingt merken wie dieses blöde <i>ë</i> auf dem Mac funktioniert) oder <i>Codec &#038; Flexor</i>. Wenn ich öfter Radio hören würde, würde ich bestimmt auch jede Menge Nightwax hören, weil da teilweise echt geile Lieder dabei sind. Oder wenn es nicht gerade samstagabends (Argh!) ist, könnte ich auch <i>sunshine live</i> hören. Aber zum Glück gibt es Youtube. Und weil ich weiß, dass sich manche meiner Leser sehr für meine Musiktipps empfehlen, nutze ich schnell mal mein schönes Spoiler-Plugin, um die drei Lieder zu präsentieren, die ich gerade im Ohr habe.<br /><br />
<blockquote>
<p><a href='http://blog.onboards.de/lesestoff/100-wahrheiten-folge-52-schnee-musik-und-mehr/#SID1184_1_tgl' title='Visit blog to check out this spoiler'>[[Visit blog to check out this spoiler]]</a></p></blockquote><br /><br />
Da ich zumindest <i>Joop</i> nicht gerade leise anhöre, bin ich mal gespannt, wann mein Bruder torkelnd ankommt und mir mit einem lauten Geräusch berichtet, dass er Hunger hat. Aber mir geht es ja nicht anders, da ich gestern nur ein Croissant, eine Käsestange und eine kleine Schüssel grüne Soße hatte, könnte ich jetzt ein halbes Schwein verdrücken. Schnitzel zum Frühstück, das ist das wahre Leben.<br /><br />
<h3>Auf dem Beichtstuhl</h3><br />
Da ich jetzt für diesen Eintrag auch kein großartiges Thema habe, werde ich mich einfach nochmal bemühen, zu erklären, wieso es in letzter Zeit so wenige Einträge gab. Obwohl ich das eigentlich nicht mag &#8211; ich hasse es, wenn ich Blogs besuche, und der oberste Eintrag schon eine Entschuldigung ist, warum man keine Zeit mehr hatte, das aber bald wieder ändern wird, und dieser oberste Beitrag ist dann selbst schon ein Jahr alt &#8211; aber ich denke, es kann nicht schaden, wenn ich die Erklärung einfach mal hier unten hinsetze, da, wo sowieso jeder Zweite schon wieder aufgehört hat zu lesen.<br />
Fakt ist: Ich hatte mir für 2009 vorgenommen, 100 Einträge in die Rubrik der Wahrheiten zu schreiben, und irgendwann hatte ich keine Lust mehr. An Ideen mangelt es mir eigentlich nicht, die Notizfunktion auf meinem iPood beherbergt auch noch so einige brisante Themen, die ich mal ansprechen wollte, aber die Schreibwut blieb mir fern. Entweder war ich zu faul oder ich hatte andere Sachen zu tun. Die Zeit ist natürlich auch noch so ein Faktor, als frisch gebackener Freiberufler muss ich natürlich darauf achten, dass ich genügend arbeite um meine Lebenshaltungskosten zu decken, und im Moment scheint es ein erfolgreicher Jahresbeginn zu werden, ich bin jedenfalls recht gut ausgelastet. Aber ich will gar nicht abstreiten, dass ich jeden Abend mindestens noch einen Beitrag schreiben könnte, wenn es nur die Zeit wäre. Aber es ist einfach die Lust.<br />
Früher in der Schule war es ja auch so, man wollte nicht so wirklich, hat aber trotzdem irgendwie, und am Ende hatte man dann 50 Prozent erreicht (so wie ich mit meinen 50 Wahrheiten), und da eine grandiose 4 natürlich ausreichend ist, hat man sich auch nicht weiter großartig bemüht. Ich kenne sogar Studenten, die auf die 50-Prozent-Marke hinarbeiten. Keine tolle Moral, aber wenn es ausreicht, um zu bestehen, kann man ja nicht viel schimpfen.<br />
Ich verspreche hier und jetzt auch nicht, dass ich in Zukunft wieder mehr schreiben werde. Ich werde &#8211; genau so wie bisher &#8211; immer mal wieder Einträge veröffentlichen, je nachdem, wie ich Zeit und Lust habe. Es könnte demnächst mal wieder ein paar Serien-Einträge geben, damit mein Bruder auch endlich seinen Dexter-Review bekommt und ich einen weiteren Post in der Einser-Kategorie verbuchen kann. Musik gibt es in nächster Zeit wohl nicht allzuviel, zumindest nichts neues, da ich eher alte Sachen höre. Ich könnte ja mal <i>mewithoutYou</i> bloggen, die kennt bestimmt auch noch kein Schwein. Gut, das nehme ich mir für meine nächste halbe Stunde voller Schreibwut vor. Vielleicht sogar noch heute, wer weiß was ich noch alles vorhabe &#8211; es ist ja erst 10 Uhr morgens.<br /><br />]]></content:encoded>
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