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Archiv für die Kategorie ‘Filme und Serien’

The Vampire Diaries

4. Oktober 2009 1 Kommentar
The Vampire Diaries

The Vampire Diaries

Blutwurst!


Ich bin hin und weg. Mit der diesjährigen Serien-Ladung kam auch eine brandneue und ziemlich geile Serie ins amerikanische Fernsehen, und zwar The Vampire Diaries. Und der Titel hält, was er verspricht. Ist ja nicht sonderlich schwer, es geht um Vampire und Tagebücher, wunderbar simpel eigentlich. Die Geschichten, die sich drumherum ranken, sind allerdings auch nicht von schlechten Eltern und allemal unterhaltsam.

Die Eltern von Elena (Nina Dobrev, ein heißer bulgarischer Feger) und Jeremy (Steven R. McQueen) sind vor ein paar Monaten bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Nun sorgt sich deren Tante mehr schlecht als recht um sie, aber gleichzeitig mit Schulbeginn gehen auch die Probleme los. Elena flüchtet sich regelmäßig auf den Friedhof, auf dem ihre Eltern begraben sind, um Tagebuch zu schreiben. Mit ihrem Exfreund kann sie kaum noch ein Wort reden vor lauter Peinlichkeit, und ihre besten Freundinnen schaffen es auch nicht wirklich, sie aus ihren Gedanken zu reißen. Jeremy dealt mit Beruhigungspillen und erhofft sich von seiner besten Kundin weibliche Zuneigung, aber ständig kommt ihm ihr aktueller Stecher in die Quere, also fängt er selbst mit den Drogen an und rutscht sozial weiter und weiter nach unten.
Zeitgleich taucht ein neuer Schüler auf, der irgendwie ein bisschen seltsam wirkt. Stefan (Paul Wesley) kommt trotz fehlenden Papierkrams problemlos in das Schulsystem, weiß sehr viel mehr als die Lehrer, und irgendwie taucht er immer sehr plötzlich auf und verschwindet auch genauso schnell wieder. Als er zufällig ein blutendes Bein sieht, wird dem geneigten Zuschauer klar: Der Schönling ist ein Vampir, der sich im normalen Menschenleben versucht. Im Verlauf des Pilotfilms wird deutlich, dass er in Elena eine alte Freundin sieht, die er um 1864 rum verloren haben muss. Natürlich verknallt er sich sofort in sie, sie verknallt sich in ihn – nur doof, dass Stefans Bruder Damon (Ian Somerhalder, der Ultra-Weiberheld schlechthin) auch ein Auge auf Elena geworfen hat und seinem werten Bruder fortan das Leben zur Hölle machen will. Zum einen, indem er Elena private Details über Stefan verrät, zum anderen, indem er hemmungslos durch die Wälder streift und sich ahnungslose Menschlein schnappt und aussaugt, ohne über die Konsequenzen nachzudenken.

Die Aufmachung von The Vampire Diaries hat mich vom ersten Moment an ein bisschen verzückt. Ziemlich viel Dunkelheit, Wälder mit viel Nebel, fette Krähen auf Grabsteinen und alles andere, was man von einem guten Vampirfilm erwarten würde gepaart mit einem typischen American-High-School-System mit vielen hübschen Mädels und selbstverliebten Kerlen, das scheint ein echt gutes Rezept zu sein. Bei richtigen Filmen erwartet man zwar sehr viel mehr Schockmomente, die in der Serie ein bisschen ausbleiben, aber bei der ganzen Unterhaltung bleibt die Spannung noch lange nicht auf der Strecke. Und selbst wenn – sei’s drum, dann hat man eben ein paar freie Minuten, um Nina Dobrev anzugaffen.
Auch in Sachen Technik kann sich die Serie durchaus sehen lassen. Schicke und moderne Kameraführung, tolle Lichtsetzung und ein interessanter Ton mit ziemlich viel Atmo-Geräuschen, wie man es bisher nur von Heroes kennt. Besonders die Close-Ups von den Augen gefallen mir sehr gut, wenn Stefan oder Damon ihre coolen Überredungskünste einsetzen.

Eindrucksvoll!

Ich hab jetzt die ersten beiden Folgen gesehen und muss sagen: Hut ab! Direkt von den ersten paar Minuten an wusste ich schon, dass mir die Tagebücher der Vampire gefallen würden, und das Gefühl verstärkt sich mit jeder Folge. Absolut sympathische und auch überzeugende Darsteller, eine gute Storyline und schön viele Geheimnisse, ein ordentlicher Schuss Action und Gewalt und – ganz besonders wichtig – leicht sarkastischer Humor. Nicht zu vergessen: Vampir-Kräfte sind verdammt cool. Wer hätte nicht gern übermenschliche Kräfte, Schnelligkeit und Überredungskunst? Ich freue mich schon auf die nächsten Folgen und hoffentlich Staffeln!

Screens




Grottig.Eher mies.Mittel.Klein und fein.Absolut gut. (Bewertung: 5,00 von 5 bei 2 Votes)
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Mongol

3. August 2009 Keine Kommentare
Mongol

Mongol

Hey Reiter, Ho Reiter!


Ich bin gerade dabei, die Screens für Mongol rauszusuchen, und ich bin immer wieder fasziniert, wie sehr mir die Worte bei diesem Film fehlen. Aber gut, ich will es trotzdem versuchen.

Mongol erzählt die Geschichte des Dschingis Khan, der irgendwann im 12. Jahrhundert gelebt und einen großen Teil des asiatischen Kontinents erobert hat. Klingt ja soweit alles recht spannend, oder? Aber der kleine Temudgin, wie er ursprünglich heißt, hat als Junge ganz andere Probleme als den asiatischen Kontinent. Sein Vater ist der momentan herrschende Khan, und als solcher hat dieser natürlich einen ganzen Haufen Verantwortung. Einerseits muss er seine Gefolgsleute durch die eisige Tundra führen, andererseits muss er die uralten Bräuche respektieren, die es ihm verbieten, einen Becher Milch von einer gegnerischen Truppe abzulehnen. Dann muss er seinem Sohn Temudgin, der gerade mal neun Jahre alt ist, erklären, wie eine ordentliche Braut auszusehen hat, damit er zu seinen Herrscherzeiten seine Bude nicht selbst putzen muss. Und zu allem Überfluss war die Milch von der gegnerischen Bande natürlich vergiftet, und so wird der kleine Temudgin zum neuen Herrscher. Nun beginnen die Probleme für ihn, denn keiner mag ihm den fragwürdigen Erfolg des Khan-Seins so richtig gönnen – und die passende Braut schon gar nicht.

Mehr gibt es zu der Geschichte eigentlich auch gar nicht zu sagen, da der Film so episch erzählt wird, dass man trotz der recht einfachen Story locker die ganzen zwei Stunden Laufzeit gebannt vor dem Bildschirm sitzt und mit Temudgin hofft. Egal, ob er nun von Wegelagerern überfallen wird, ob seine Freundin entführt wird oder sein bester Freund ihn zu hintergehen versucht, es ist und bleibt aufregend, so ein Khan-Leben.
Einen ordentlichen Teil dazu trägt die Kameraführung bei, die ich in diesem Film wirklich außerordentlich gut finde. Da ein Großteil der Szenen in der offenen Tundra spielt, hat man als Zuschauer einen enormen Ausblick auf die umfassende Weite der Mongolei, man spürt die Eintönigkeit und den ewigen Steppenwind. Die Bilder sind sehr dynamisch, man hat viel eher das Gefühl, selbst als Augenzeuge dabei zu sein, als eine Szene aus einem gut geschriebenen Drehbuch zu beobachten. Die Schauspielerei ist ebenso gut gelungen, die Darsteller sind mit Herz und Seele dabei und wirken keine Sekunde lang gekünstelt. Der Originalton in mongolischer Sprache mag für den ein oder anderen eine Hürde sein, für mich jedoch ist es eine noch getreuere Darstellung der Emotionen, die mich als Zuschauer immer wieder von Hoch zu Tief begleitet und weiter an den Monitor fesselt.
Da Mongol vielmehr Epos als Schlacht und Gemetzel ist, liegt das Augenmerk nicht unbedingt auf den Eroberungs- und Rachekämpfen des Dschingis Khan. Das heißt aber nicht, dass nicht gekämpft wird und kein Blut spritzt, oh nein. Zartbesaitete Gemüter machen sich in der Zeit vielleicht lieber einen Tee. Aber keine Sorge, es wird nie übermäßig brutal oder wahnwitzig unrealistisch.

Beeindruckend!

Allein für die Kamera und die atemberaubend schönen Bilder hat der Film locker eine 2 verdient. Durch die wirklich guten Schauspieler wäre es sogar eine 2+, allerdings wird das wieder von den stellenweise doch ein wenig langatmigen Pausen zwischen zwei Schlüsselszenen aufgehoben. Alles in allem summiert sich Mongol somit auf eine glatte 2, was auch bedeutet, dass ich mich auf jeden Fall auf den Nachfolger freue und mir bei der Gelegenheit auch den ersten Teil gerne noch mal anschauen werde.

Screens




Grottig.Eher mies.Mittel.Klein und fein.Absolut gut. (Bewertung: 5,00 von 5 bei 1 Votes)
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Walled In

3. Mai 2009 Keine Kommentare
Walled In

Walled In

Mischa Barton hat seit The O.C. anscheinend nicht mehr viel gemacht, und jetzt wollte sie endlich mal wieder auf der Leinwand erscheinen. Nun, immerhin hat sie die Hauptrolle in diesem Pseudo-Horrorschinken bekommen – auch wenn sie sich wahrscheinlich hinterher gewünscht hat, es wäre anders gekommen.

In einer traurigen Einöde im grauen Teil von Amerika steht ein ziemlich seltsam aussehendes Hotel, das ein verschrobener Architekt gebaut hat, der angeblich Leute in die Wände eingemauert haben soll. Nun muss dieses Kunstwerk abgerissen werden, aber offensichtlich haben die Leute, die noch in dem Schuppen hausen, etwas dagegen. Sam (Mischa Barton) ist eine Abriss-Expertin, die sich den hässlichen Kasten genauer anschauen und analysieren will, bevor sie das komplette Zerstörungskommando ordert, und weil sie ja sonst nichts besseres zu tun hat, übernachtet sie auch darin. Jimmy (Cameron Bright) wohnt noch in der Bude, ist ein kleiner verzogener Fratz, der sie erst rausekeln und dann urplötzlich vernaschen will, und wie sich herausstellt, hat er mehr auf dem Kasten als nur seinen Bubi-Charme.

Ich muss gestehen: Ich musste innerhalb der ersten vier Minuten ziemlich plötzlich anfangen zu lachen, und ich habe bis Ende des Films nicht aufgehört. Die Szenerie ist ein bisschen lächerlich geraten, vor allem wenn man sich das Hotelgebäude mal genauer ansieht. Von außen erkennt man noch die Render-Artefakte von der billigen 3D-Software, von innen sieht man die körnige Struktur der Styropor-Wände. Dass es ringsherum keine Menschenseele gibt, fällt da kaum noch auf, immerhin spielen sich 98% des Films nur innerhalb der eiskalten Architektur ab.
Faszinierend ist, dass die Schauspieler absolut keinen Zugang zueinander oder zu ihren eigenen Emotionen finden. Man merkt richtig, wie jeder seinen eigenen Part abspult und überhaupt nicht darauf reagiert, was der andere vorher gesagt hat. Die Dialoge wirken platt und eher unfreiwillig komisch, vor allem als Sam so tut, als würde sie auf die dämlichen Anmachversuche von Jimmy eingehen. Da kommen die Macken einer The O.C.-Schauspielerin ans Tageslicht: Sie versucht dauernd, noch die 17-Jährige zu spielen, während Jimmy tatsächlich einer ist. Abstrus ist besonders die Szene, als Jimmy ihr langsam über den Oberschenkel streichelt und sie überhaupt nicht kapiert, was er von ihr will. Da ist ihr wohl mal ein Holzbalken auf den Kopf gefallen, ohne dass sie einen Schutzhelm aufhatte… Ein Glanzlicht ist der Hund von Jimmy, der leider nur eine sehr kurze Rolle hat bis er enthauptet wird, aber bis zu diesem Zeitpunkt ist er der überzeugendste Teil des Films. Und das ist eigentlich schon verdammt traurig.

Das Ende kann man übrigens schon nach dem ersten Drittel des Films erahnen, und es ist so einfach gestaltet, dass man sich wirklich an den Kopf greifen möchte. Wäre ich nicht so ein geduldiger Mensch, hätte ich den Film wohl direkt ausgeschaltet. Aber ich bin doch recht froh, es nicht getan zu haben, denn Mischa Barton lässt wenigstens tief blicken. Irgendetwas muss sie ja schließlich können, und wenn es schon nicht die Schauspielerei ist, dann doch wenigstens das Nacktsein. Wen das interessiert, der sollte sich den Film auf jeden Fall anschauen. Wer ein bisschen über ein schlechtes Drehbuch, miserables Screenplay, eintönige Schauspieler und absolut durchschaubare Handlungsstränge lachen will, sollte sich den Film ebenso anschauen. Wer allerdings ein tolles Filmerlebnis erwartet, wird sehr enttäuscht werden.

Mittelmäßig

Ich gebe dem Film noch eine 3, weil er eine sehr lustige Hunderolle, viel nackte Mischa-Haut und unglaublich viel unfreiwillige Komik in sich vereint. Wären der Hund weg und Mischa Barton angezogen, wäre es eine 5. Glückwunsch!

Grottig.Eher mies.Mittel.Klein und fein.Absolut gut. (Bewertung: 4,00 von 5 bei 2 Votes)
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