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Archiv für März, 2010

Revis – Places For Breathing

16. März 2010 Keine Kommentare

Sauberster Rock vom Allerfeinsten


Was man alles so findet, wenn man in seiner Sammlung ein bisschen buddelt, entstaubt und sich erinnert: Revis haben, als es sie noch gab, verflucht gute Musik gemacht! Ich weiß noch genau, wie ich damals mit Discman (ja, sowas gab es auch mal) und Ohrstöpseln durch die Welt gelaufen bin und mich so langsam vom klar formulierten Rock überzeugen ließ. Und jetzt, fast sechs Jahre später, ist die Musik immer noch genial.

Revis - Places For Breathing


Tracklisting


Das Album fängt gleich zu Beginn mit einer kräftigen Demonstration der klaren Klänge an, gemischt mit einer ordentlichen Portion Stimmgewalt, wie in Caught In The Rain. Nach einem Drittel beginnen dann die echten Klassiker wie Seven und Straight Jacket Labels, und am Ende stehen so schöne Balladen wie Places For Breathing und Look Right Through Me.
Mist, jetzt hab ich schon alle Herzchen-Tracks verraten.

  1. Caught In The Rain

  2. Your Wall

  3. Spin

  4. Seven

  5. Straight Jacket Labels

  6. Living Rooms

  7. Re-Use

  8. City Beneath

  9. Everything After

  10. Places For Breathing

  11. Look Right Through Me


Mein Tipp!


An dieser Stelle muss ich mich dafür entschuldigen, dass ich leider kein Youtube-Video von den besten Songs präsentieren kann, weil Sony Music Entertainment alle Zugriffe aus Deutschland abblockt. Kenner wissen allerdings, wie sie das umgehen können, und wer das nicht weiß, hat eben Pech gehabt…
Jedenfalls empfehle ich, mal alle Herzchen-Tracks durchzuhören, denn irgendeiner wird schon den richtigen Geschmack treffen. Viel Spaß beim Hören!

Categories: Alternative Rock, Musik, Rock
Grottig.Eher mies.Mittel.Klein und fein.Absolut gut. (Noch keine Bewertungen)
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Life Unexpected

9. März 2010 Keine Kommentare
Life Unexpected

Life Unexpected

Life Unexpected


Lux hat ein Problem. Genauer gesagt hat sie mehrere Probleme. Sie ist 15 Jahre alt, lebt noch bei unerträglichen Pflegeeltern und möchte sich gern von ihnen trennen, braucht dazu aber die Unterschrift ihrer biologischen Eltern. Doofe Sache, wenn man sie nicht kennt, also macht sie sich auf die (Woll-)Socken um sie zu suchen. So beginnt Life Unexpected, die neue Ach-wie-süß-Serie über eine nicht ganz so heile Familie, die sich nicht gerade wenig an The O.C. anlehnt.

Gleich zu Anfang wird der Zuschauer in eine ziemlich chaotische Situation hineingeworfen. Nicht nur, dass weder Baze noch Cate so wirklich glauben können, dass ihnen ihre leibeigene Tochter gegenübersteht, nein. Zufällig moderiert Cate nämlich eine Radioshow, die Lux täglich hört, und das mit ihrem Freund (und später Verlobten) Ryan, der gar nicht so begeistert ist, dass seine große Liebe plötzlich ein halb erwachsenes Kind hat. Baze hingegen nimmt das alles sehr gelassen, weil er noch ein bisschen Restalkohol im Blut hat – er besitzt nämlich seine eigene Bar, die er mehr schlecht als recht führt und an deren Tresen er sich gern selbst bedient. Nach ein bisschen Konversation über die neue Tochter und alte Zeiten landen Cate und Baze natürlich wieder miteinander im Bett, Ryan weiß davon nichts und entscheidet sich, Cate auch mit Kind im Schlepptau heiraten zu wollen.
Probleme über Probleme, und in jeder Folge taucht ein neues großes Hindernis auf, das es zu bewältigen gilt. Die neu zusammen gewürfelte Familie tritt sich dabei nicht selten selbst auf die Füße, und es kommt in bester Soap-Manier selten zu einem offenen Dialog, meistens laufen die beleidigten Leberwürste nämlich mit einem vorwurfsvollen Spruch und glänzenden Augen davon. Als Zuschauer will man jedes Mal aufstöhnen und ihnen zurufen: “Jetzt bleib doch mal da und sprich das, was du denkst, aus! Dann klärt sich doch alles!” Natürlich funktioniert das nicht, aber am Ende einer jeden Folge schaffen sie es – wieder in bester Soap-Manier – trotzdem irgendwie, sich wieder in den Armen zu liegen.

Life Unexpected ist kitschig, mit Klischees überfüllt, vorhersehbar und auch irgendwie ein bisschen doof. Und trotzdem kann man nicht wirklich aufhören, zuzuschauen. Vielleicht machen es die durchaus sympathischen Charaktere aus, vielleicht auch die teilweise unfreiwillige Komik oder die bösen Sprüche (“He’s got the parental skills of a banana.“), vielleicht auch die hübschen Locations und Lux’ atemberaubend geiler Kleidungsstil, aber man erwischt sich selbst dabei, die nächste Folge doch sehen zu wollen… Und sei es nur, um das nächste Problem in Angriff zu nehmen.

Nett anzusehen.

Ich hab mir nun die ersten paar Folgen ansehen dürfen und bin positiv überrascht. Man braucht zwar ein bisschen, um in die chaotischen Situationen hineinzufinden, aber nach zwei oder drei Folgen sollte es geschafft sein und man kann sich ganz dem hingeben, was eine gute Soap machen soll: Man fängt an, die Personen zu mögen und zu hassen, mit ihnen mitzudenken und mitzufühlen, über Erfolge zu schmunzeln und über komische Szenen zu lachen. Dass Lux alias Brittany Robertson ein ziemlich süßes Mädel ist (und in der Pilotfolge schon ein bisschen Haut zeigt) und es daher problemlos schafft, auch Soap-Muffel an die Flimmerkiste zu fesseln, muss ich hier wohl nicht mehr erwähnen, dazu gibt es ja die Screens.
Ich freue mich jedenfalls über die Serie und bin gespannt, wieviele Staffeln noch folgen werden.

Screens




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