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Archiv für Oktober, 2009

Neuer Serienflop: The Middle

28. Oktober 2009 1 Kommentar
The Middle

The Middle

Malcolm? Bist du geflohen?


Wahrscheinlich werden sich viele an die relativ erfolgreiche Serie Malcom In The Middle erinnern, die chaotische und doch irgendwie funktionierende Familie, die man nie so wirklich beneidet hat. Der Sender ABC hat jetzt zum Herbst eine neue Serie in sein Programm aufgenommen, bei der anscheinend einfach Malcom weg gelassen wurde. Passender Weise nennt sie sich also auch nur The Middle.

Mir war es vergönnt, die Pilotfolge zu sehen – oder sollte ich sagen, ich hatte das zweifelhafte Vergnügen? Die Serie beginnt damit, dass die völlig überforderte Mutter in einem Superman-Kostüm mitten im Nirgendwo steht, ihr Handy in die Höhe hält und eifrig auf der Suche nach Empfang ist. Allein diese erste Minute ist schon beinahe qualvoll, da dieses elende Klischee des Handyempfangs-Suchens ziemlich dämlich und total überzogen ist. Ich bin allerdings ein konsequenter Mensch, und so hab ich mir den Rest der Folge auch noch angetan, möchte den Inhalt aber nicht unbedingt in allen Einzelheiten wiedergeben, weil er wirklich stinklangweilig ist. Nur ganz kurz eine Zusammenfassung: Die überforderte Hausfrau schafft es nicht, ihren Beruf als Autoverkäuferin und ihre drei doofen Kinder miteinander zu vereinbaren. Der Ehemann sieht bei allem nur ruhig zu und gibt hier und da einen sarkastischen Kommentar ab, ist aber im Kopf anscheinend schon ausgezogen. Der älteste Sohn ist mitten in der Pubertät, spricht kaum ein Wort und watschelt in Boxershorts durch die Küche, während die jüngere Tochter eine totale Versagerin ist und bei einer Schulaufführung für eine Katastrophe sorgt. Der jüngste Sohn weiß wenigstens die Liebe seiner Mutter zu schätzen, liefert aber sonst keinerlei … Nun ja, gar nichts eben. Man merkt kaum, dass er existiert. Eine tolle Familie.

Eigentlich hatte ich mir von der Serie mehr erhofft, und zwar einzig und allein wegen Neil Flynn, der auch schon in Scrubs die geniale Rolle des Hausmeisters hatte. Leider waren die Autoren dort um einiges besser, in The Middle geht sein Witz und sein Improvisationstalent direkt unter. Sympathie zu Patricia Heaton, die die Mutter spielt, entwickelt man auch nicht wirklich. Wenn ich es mir genau überlege, wirkt keine der Figuren wirklich sympathisch. Und das ist für eine Familienserie schon ziemlich fatal. Das komplette Konstrukt scheint viel eher auf Absurdität zu bauen als auf Witz – aber ist das für eine Comedy-Serie ein gutes Rezept? Ich denke nicht.

Abschalten...

Ich hab also nach der einen Folge aufgehört zu schauen, und ich werde wohl auch so schnell nicht weitermachen. Für Hardcore-Fans von Malcom In The Middle könnte es vielleicht ganz amüsant sein, aber wer wirklich lachen und unterhalten werden will, sollte doch lieber bei anderen Serien bleiben. Meine Empfehlung ist, bei Scrubs zu bleiben und Neil Flynns Performance dort zu bewundern.

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Dear And The Headlights – Small Steps, Heavy Hooves

12. Oktober 2009 Keine Kommentare

Unübliches ist auch gut


Bei Last.fm steht nicht ohne Grund der Tag “underrated”. Dear And The Headlights sind nämlich, dafür dass sie so unbekannt sind, verdammt gut. Eine leichte, meist fröhliche und manchmal melancholische Gitarre, eine sehr markante Stimme und absolut unübliche Texte und Refrains sind die Markenzeichen der Jungs, die auch schon mit Circa Survive und As Tall As Lions auf Tour waren.

Dear And The Headlights - Small Steps, Heavy Hooves


Tracklisting


Wie bei fast jeder Musik, die ich gut finde, ist auch hier das ganze Album wie aus einem Stück gegossen und man hört sich einfach gern die ganze Platte von Anfang bis Ende an. Deswegen werde ich diesmal ein bisschen mehr differenzieren und nur die wirklich guten Songs mit dem Herzchen ausstatten, was aber nicht heißt, dass die anderen nicht gut sind.

  1. Oh No!

  2. Sweet Talk

  3. Hallelujah

  4. Happy In Love

  5. I’m Bored, You’re Amorous

  6. Grace

  7. It’s Gettin’ Easy

  8. Paper Bag

  9. Skinned Knees & Gapped Teeth

  10. Run In The Front

  11. Mother Make Me Golden

  12. I Just Do

  13. Midwestern Dirt


Mein Tipp!


Und nun kommt etwas ganz gewagtes, ich werde nämlich jetzt ein paar Youtube-Videos einbinden. Das mit dem Video-Blog ist einfach ein bisschen zuviel Aufwand, und wenn die Tracks ja eh schon irgendwo online sind, kann ich die ja auch nehmen. Ich bin eben ein bisschen faul.
Als erstes wäre da auf jeden Fall Grace zu nennen, das meiner Meinung nach den verrücktesten Refrain und den besten Klang hat. Hör es dir mal an!

Gib mir Grace!



Shaking my teeth loose on your table
The dullest white squares I’ll never be
Now that you’ve picked each one apart you can’t look at me
I’ll probably lose you now
But at least the ones I have still sparkle

Putting on your makeup everyday before he wakes up
So he could stomach your face now easier than he could without

Yeah this is love
This is all that you could want
Open equals heavier

Hold your hand out palm side up
Open, empty, light enough
Minutes all turn to months
This is one thing we have all learned
Equations always make up a sum
But it doesn’t add up

Signing up for that second semester
Because you won’t marry me without the degree
Once I fix things up right you wont be so embarrassed of me

But I’ll never make it now

But at least looking in the mirror wont feel like lying

Posing for your still visions
Acedemic postcard prisons
Raise your chin, love
Purged a poem I swore was finished
Heaping lines half chewed unconscious

Settle on a plot, chalk another loss
Stage set for
Breathing and choking on swallowed conversations
Clutching and crawling for constant validation
Still nailed in the ruins of corporate co-dependence
Still stuck on the thought that you’re the one exception

All the while the same

I’m worried that the purpose is
How I look, not how I lived
Let’s get dolled up and play pretend
Cause nothing stays honest when
Every thought is cursed with intent
A pulse covered in skin and words covered in lips

The taste of regret as it leaves your stomach
Coating your tongue with every noun
Watery eyes the only thing that makes sense now

Spitting your insides out
Start over
Start over
Start over
Start over
Start over


Klasse, oder? Ich wünschte ich könnte die Jungs mal live sehen. Aber gut, direkt zum nächsten Kracher: Skinned Knees & Gapped Teeth. Was vielleicht vom Titel her nicht so toll klingt, wird musikalisch sehr viel besser umgesetzt.

Zeig mir Skinned Knees & Gapped Teeth!



Was it a broken arm or collar bone?
It depended on the week
And me with my black eye stitched from head to feet
Uncomfortably happy
All skinned knees and gapped teeth

Remember summers with the speak-n-spell
Trying to make the robot cuss
If mother knew the words we used while she worked
She would be fuming
Cause that’s now how she raised me

And when you taped over a good half of the wedding tape
I bet you never thought Thundercats could ever make you cry
You sat in disbelief
As Lion-O made plans to slay the whole wedding party
They’re disco dancing to their death
Oh Ma, you just don’t know it yet

And all my hand me downs are stuck to me
From all the blood I couldn’t keep
Oh such a likely scene
10 year old body face down on Rosall Street
Bike passed out on top of me

Remember how I wore I would
Pass you up in age
You just scoffed at me
Well I’m still gonna do it
Just haven’t quite figured out how yet

We cornered Teddy Ruxpin and smashed his story tape
And put Guns N’Roses in
And watched him sing along to Appetite of Destruction
Yeah he knew every word
I’m dying in the hall laughing
Oh John, you gotta turn it off

And when you taped over a good half of the wedding tape
I know you never thought Thundercats would ever be the end
You sat in disbelief
As Lion-O made plans to slay the whole wedding party
Oh John, you gotta turn it off


Auch ein sehr geiler Song, der leider stimmtechnisch ein bisschen verhauen wurde… Aber gut, bei einem Live-Auftritt verzeiht man sowas natürlich gerne. Ich zumindest. Ich kann sowieso nur empfehlen, die CD zu kaufen, da man so den perfekten Musikgenuss für jetzt, immer und zwischendurch bekommt.

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Californication

6. Oktober 2009 Keine Kommentare
Californication

Californication

It’s a gay priest!


Hank Moody (David Duchovny) ist genau das: moody. Launisch. Als er noch in New York lebte, war er ein erfolgreicher Autor, dessen Bücher sogar mit mächtig viel Erfolg verfilmt wurden. Dann zog die kleine Familie nach Los Angeles, und jetzt, da seine große Liebe Karen (Natascha McElhone) einen neuen Partner gefunden hat und die gemeinsame Tochter Rebecca (Madeleine Martin) nur noch wenig Zeit mit ihm verbringt, stürzt der arme Hank in ein Loch aus… Naja, er beschreibt es selbst als “sea of endless pussy“. Er schreibt nicht mehr, träumt schlecht, bügelt jeden Tag mindestens eine andere Frau und will doch nur eins: Wieder mit Karen zusammenkommen und die Familie wieder aufleben lassen. Dass ihm das natürlich nicht so wirklich gelingt, muss ich hier wohl nicht erwähnen…

Californication ist eine Serie, die mit gutem Grund nur im privaten Fernsehen läuft. Es scheint, als wäre jede einzelne Folge ein feuchter Traum eines notgeilen und ungebumsten Volltrottels, der gern mal wieder zum Stich kommen würde. Darum dreht es sich nämlich hauptsächlich in den ersten zwei Staffeln: Sex. Die Geschichte um das verloren gegangene Talent ist eher hintergründig, man bekommt sie einfach so am Rand mit. Gleichzeitig bricht Californication so ziemlich jedes Tabu, das das amerikanische Fernsehen sich irgendwann mal ausgedacht hat. Nackte Menschen, Drogen, wirklich üble Sprüche und sogar Gewalt – alles hat seinen Platz und wird auch schonungslos gezeigt. Und vielleicht macht es das gerade so interessant, diese Mischung aus übertriebenem Realismus und sexsüchtigen Fantasien. Jedenfalls funktioniert die Serie, und das sogar besser, als man es David Duchovny zutrauen würde.

Zu dem geglückten Storyline-Sprung gesellt sich noch eine sehr solide Technik, die das Bild abrundet. Sehr gute Kameraführung ohne große Innovation, aber dafür umso bessere Lichtsetzung und sehr hübsch anzusehende Locations halten den Zuschauer immer wieder gebannt. Genau das, was eine gute Serie ausmacht. Die Schauspieler sind beinahe ausnahmslos super gewählt und leben ihre Rolle wirklich brillant. Beinahe? Ja, leider stößt mir Madeline Zima als Hanks Nemesis Mia ziemlich sauer auf. Aber ich vermute, dass das einfach nur eine persönliche Sache ist – andere Zuschauer lieben sie. Deswegen will ich nicht zu hart urteilen.

Exzessiv

Wenn man fertig ist mit Lachen über die genialen Sprüche, über die willigen Frauen an jeder Ecke, über die seltsamen Zufälle die Hank das Leben schwer machen, über die Heiratsprobleme von Agent Charlie und seiner Frau, über Hanks skurrile Albträume und über die unglaublich schlechte Musik von Rebeccas Band, merkt man doch, was für eine geniale Serie man da vor sich hat. Unbedingt anschauen!

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The Vampire Diaries

4. Oktober 2009 1 Kommentar
The Vampire Diaries

The Vampire Diaries

Blutwurst!


Ich bin hin und weg. Mit der diesjährigen Serien-Ladung kam auch eine brandneue und ziemlich geile Serie ins amerikanische Fernsehen, und zwar The Vampire Diaries. Und der Titel hält, was er verspricht. Ist ja nicht sonderlich schwer, es geht um Vampire und Tagebücher, wunderbar simpel eigentlich. Die Geschichten, die sich drumherum ranken, sind allerdings auch nicht von schlechten Eltern und allemal unterhaltsam.

Die Eltern von Elena (Nina Dobrev, ein heißer bulgarischer Feger) und Jeremy (Steven R. McQueen) sind vor ein paar Monaten bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Nun sorgt sich deren Tante mehr schlecht als recht um sie, aber gleichzeitig mit Schulbeginn gehen auch die Probleme los. Elena flüchtet sich regelmäßig auf den Friedhof, auf dem ihre Eltern begraben sind, um Tagebuch zu schreiben. Mit ihrem Exfreund kann sie kaum noch ein Wort reden vor lauter Peinlichkeit, und ihre besten Freundinnen schaffen es auch nicht wirklich, sie aus ihren Gedanken zu reißen. Jeremy dealt mit Beruhigungspillen und erhofft sich von seiner besten Kundin weibliche Zuneigung, aber ständig kommt ihm ihr aktueller Stecher in die Quere, also fängt er selbst mit den Drogen an und rutscht sozial weiter und weiter nach unten.
Zeitgleich taucht ein neuer Schüler auf, der irgendwie ein bisschen seltsam wirkt. Stefan (Paul Wesley) kommt trotz fehlenden Papierkrams problemlos in das Schulsystem, weiß sehr viel mehr als die Lehrer, und irgendwie taucht er immer sehr plötzlich auf und verschwindet auch genauso schnell wieder. Als er zufällig ein blutendes Bein sieht, wird dem geneigten Zuschauer klar: Der Schönling ist ein Vampir, der sich im normalen Menschenleben versucht. Im Verlauf des Pilotfilms wird deutlich, dass er in Elena eine alte Freundin sieht, die er um 1864 rum verloren haben muss. Natürlich verknallt er sich sofort in sie, sie verknallt sich in ihn – nur doof, dass Stefans Bruder Damon (Ian Somerhalder, der Ultra-Weiberheld schlechthin) auch ein Auge auf Elena geworfen hat und seinem werten Bruder fortan das Leben zur Hölle machen will. Zum einen, indem er Elena private Details über Stefan verrät, zum anderen, indem er hemmungslos durch die Wälder streift und sich ahnungslose Menschlein schnappt und aussaugt, ohne über die Konsequenzen nachzudenken.

Die Aufmachung von The Vampire Diaries hat mich vom ersten Moment an ein bisschen verzückt. Ziemlich viel Dunkelheit, Wälder mit viel Nebel, fette Krähen auf Grabsteinen und alles andere, was man von einem guten Vampirfilm erwarten würde gepaart mit einem typischen American-High-School-System mit vielen hübschen Mädels und selbstverliebten Kerlen, das scheint ein echt gutes Rezept zu sein. Bei richtigen Filmen erwartet man zwar sehr viel mehr Schockmomente, die in der Serie ein bisschen ausbleiben, aber bei der ganzen Unterhaltung bleibt die Spannung noch lange nicht auf der Strecke. Und selbst wenn – sei’s drum, dann hat man eben ein paar freie Minuten, um Nina Dobrev anzugaffen.
Auch in Sachen Technik kann sich die Serie durchaus sehen lassen. Schicke und moderne Kameraführung, tolle Lichtsetzung und ein interessanter Ton mit ziemlich viel Atmo-Geräuschen, wie man es bisher nur von Heroes kennt. Besonders die Close-Ups von den Augen gefallen mir sehr gut, wenn Stefan oder Damon ihre coolen Überredungskünste einsetzen.

Eindrucksvoll!

Ich hab jetzt die ersten beiden Folgen gesehen und muss sagen: Hut ab! Direkt von den ersten paar Minuten an wusste ich schon, dass mir die Tagebücher der Vampire gefallen würden, und das Gefühl verstärkt sich mit jeder Folge. Absolut sympathische und auch überzeugende Darsteller, eine gute Storyline und schön viele Geheimnisse, ein ordentlicher Schuss Action und Gewalt und – ganz besonders wichtig – leicht sarkastischer Humor. Nicht zu vergessen: Vampir-Kräfte sind verdammt cool. Wer hätte nicht gern übermenschliche Kräfte, Schnelligkeit und Überredungskunst? Ich freue mich schon auf die nächsten Folgen und hoffentlich Staffeln!

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Grottig.Eher mies.Mittel.Klein und fein.Absolut gut. (Bewertung: 5,00 von 5 bei 2 Votes)
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