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Archiv für August, 2009

Grüße aus Frankfurt

9. August 2009 Keine Kommentare

Bernemer Kerb


Die Bernemer Kerb fordert ihre Opfer, und leider blieb mir ein gewisser Grad an Lachen nicht erspart… Aber eigentlich kein Wunder, wenn man sich mal die Gestalten dort anschaut. Bis Mittwoch läuft es ja noch, schau doch auch mal vorbei!

Grüße aus Frankfurt

Categories: Kurz gefasst, Lesestoff
Grottig.Eher mies.Mittel.Klein und fein.Absolut gut. (Bewertung: 5,00 von 5 bei 1 Votes)
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100 Wareiten, Folge 45: Dämlice Menscen

8. August 2009 2 Kommentare

Das stimmt nämlic!


Es war mal wieder Zeit für einen Motz-Eintrag von mir, am besten noch gegen dumme Leute, und wo findet man mehr dumme Leute als bei Flirtlife? Nirgendwo, eben. Und deswegen hab ich auch dort angefangen und eine kleine repräsentative Umfrage eröffnet (das mach ich ja ziemlich gern), die einen weniger dummen Leser schnell dazu bringt, die Hand an den Kopf zu heben.

Du hast ja garantiert auch schon von dem uralten Spruch gehört: “Wer nämlich mit h schreibt ist dämlich!” Google lieferte mir zwar keine Quelle, wann dieser Spruch zum ersten Mal aufgetaucht ist, aber dafür einen sehr amüsanten kleinen Rechtschreib-Streit, bei dem sich ähnlich dämliche Menschen gegenseitig die virtuellen Köpfe einschlagen. Scheint, als wäre so mancher wirklich lernresistent. Aber ich schweife ab, zurück zur Flirtlife-Umfrage.

Die Frage war simpel gehalten: “Schreibt ihr «nämlich» mit h?
Die Antwortmöglichkeiten waren ähnlich simpel, nur mit einer kleinen Besonderheit, die ich gerne einbaue: Männer und Frauen konnten getrennt antworten. Da ich immer noch die Meinung vertrete, dass Gleichberechtigung ein Witz ist, wird das auch so bleiben. Jedenfalls lauteten die Antwortmöglichkeiten wie folgt:

  • Mann: Ja, ich bin ja nicht dämlich!
  • Mann: Nein, ich bin doch nicht dämlich!
  • Frau: Ja, ich bin ja nicht sooo dämlich!
  • Frau: Nein, ich bin doch nicht sooo dämlich!

Ich hatte dem geneigten Beantworter also schon zwei Tipps gegeben, zum einen hatte ich nämlich selbst richtig geschrieben, zum anderen hatte ich schon auf den Spruch hingewiesen. Und was ergibt sich aus der Umfrage? Nun, wenn ich das einfach so hier reinkopiere, glaubt mir sicherlich wieder keiner, also füge ich lieber einen Screenshot ein.

Ergebnisse der Umfrage

Was soll man also davon halten? Über 80% der Beantworter sind tatsächlich auf den Spruch reingefallen oder waren einfach zu faul zum Lesen oder gar Nachdenken. Und knappe 20% sind entweder sehr schlau oder aber extrem blöd, weil sie wirklich denken, es hieße nähmlich
Bemerkenswert ist hierbei, dass mehr Männer als Frauen die richtige Antwortmöglichkeit gewählt haben. Man muss also daraus schlussfolgern, dass Männer allgemein klüger sind als Frauen. Nun gut, vielleicht nicht allgemein, aber doch garantiert bei Flirtlife. Bei der falschen Antwortmöglichkeit war es ja noch einigermaßen ausgeglichen, darüber können sich die Frauen ja freuen.

Besonders klasse finde ich auch diejenigen, die ihre Antwort dann noch im Thread schreiben, wahrscheinlich um zu beweisen, wie dämlich sie wirklich sind. Und ich kann mir nicht helfen, irgendwie scheinen das mehr Frauen als Männer zu sein… Sie reagieren dann natürlich auch nicht mehr, wenn man sie darauf hinweist, dass sie einem fatalen Irrtum erlegen sind, wahrscheinlich schämen sie sich einfach in Grund und Boden. Dabei kann doch jeder mal auf so eine vertrickste Umfrage reinfallen. Mal sehen, wann ich die nächste eröffne.

Categories: 100 Wahrheiten, Lesestoff
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Mongol

3. August 2009 Keine Kommentare
Mongol

Mongol

Hey Reiter, Ho Reiter!


Ich bin gerade dabei, die Screens für Mongol rauszusuchen, und ich bin immer wieder fasziniert, wie sehr mir die Worte bei diesem Film fehlen. Aber gut, ich will es trotzdem versuchen.

Mongol erzählt die Geschichte des Dschingis Khan, der irgendwann im 12. Jahrhundert gelebt und einen großen Teil des asiatischen Kontinents erobert hat. Klingt ja soweit alles recht spannend, oder? Aber der kleine Temudgin, wie er ursprünglich heißt, hat als Junge ganz andere Probleme als den asiatischen Kontinent. Sein Vater ist der momentan herrschende Khan, und als solcher hat dieser natürlich einen ganzen Haufen Verantwortung. Einerseits muss er seine Gefolgsleute durch die eisige Tundra führen, andererseits muss er die uralten Bräuche respektieren, die es ihm verbieten, einen Becher Milch von einer gegnerischen Truppe abzulehnen. Dann muss er seinem Sohn Temudgin, der gerade mal neun Jahre alt ist, erklären, wie eine ordentliche Braut auszusehen hat, damit er zu seinen Herrscherzeiten seine Bude nicht selbst putzen muss. Und zu allem Überfluss war die Milch von der gegnerischen Bande natürlich vergiftet, und so wird der kleine Temudgin zum neuen Herrscher. Nun beginnen die Probleme für ihn, denn keiner mag ihm den fragwürdigen Erfolg des Khan-Seins so richtig gönnen – und die passende Braut schon gar nicht.

Mehr gibt es zu der Geschichte eigentlich auch gar nicht zu sagen, da der Film so episch erzählt wird, dass man trotz der recht einfachen Story locker die ganzen zwei Stunden Laufzeit gebannt vor dem Bildschirm sitzt und mit Temudgin hofft. Egal, ob er nun von Wegelagerern überfallen wird, ob seine Freundin entführt wird oder sein bester Freund ihn zu hintergehen versucht, es ist und bleibt aufregend, so ein Khan-Leben.
Einen ordentlichen Teil dazu trägt die Kameraführung bei, die ich in diesem Film wirklich außerordentlich gut finde. Da ein Großteil der Szenen in der offenen Tundra spielt, hat man als Zuschauer einen enormen Ausblick auf die umfassende Weite der Mongolei, man spürt die Eintönigkeit und den ewigen Steppenwind. Die Bilder sind sehr dynamisch, man hat viel eher das Gefühl, selbst als Augenzeuge dabei zu sein, als eine Szene aus einem gut geschriebenen Drehbuch zu beobachten. Die Schauspielerei ist ebenso gut gelungen, die Darsteller sind mit Herz und Seele dabei und wirken keine Sekunde lang gekünstelt. Der Originalton in mongolischer Sprache mag für den ein oder anderen eine Hürde sein, für mich jedoch ist es eine noch getreuere Darstellung der Emotionen, die mich als Zuschauer immer wieder von Hoch zu Tief begleitet und weiter an den Monitor fesselt.
Da Mongol vielmehr Epos als Schlacht und Gemetzel ist, liegt das Augenmerk nicht unbedingt auf den Eroberungs- und Rachekämpfen des Dschingis Khan. Das heißt aber nicht, dass nicht gekämpft wird und kein Blut spritzt, oh nein. Zartbesaitete Gemüter machen sich in der Zeit vielleicht lieber einen Tee. Aber keine Sorge, es wird nie übermäßig brutal oder wahnwitzig unrealistisch.

Beeindruckend!

Allein für die Kamera und die atemberaubend schönen Bilder hat der Film locker eine 2 verdient. Durch die wirklich guten Schauspieler wäre es sogar eine 2+, allerdings wird das wieder von den stellenweise doch ein wenig langatmigen Pausen zwischen zwei Schlüsselszenen aufgehoben. Alles in allem summiert sich Mongol somit auf eine glatte 2, was auch bedeutet, dass ich mich auf jeden Fall auf den Nachfolger freue und mir bei der Gelegenheit auch den ersten Teil gerne noch mal anschauen werde.

Screens




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