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Archiv für Juli, 2009

Endlich wieder aufatmen!

11. Juli 2009 Keine Kommentare

Willkommen zurück, BigMac!


Du hast es ja vielleicht schon am Rande bemerkt, hier verändert sich immer wieder ein bisschen was. Das Design wird ein bisschen ausgefeilter, die Navigation mit hübschen kleinen Buttons aufbereitet, an allen Ecken und Enden wird ein bisschen gebastelt. Und woran liegt das? Richtig, ich hab endlich mein geliebtes MacBook wieder. Für einen Tüftler wie mich war das natürlich sofort ein Grund, die letzten paar Tage nicht vor morgens um sieben ins Bett zu gehen, damit auch wirklich jede einzelne Idee, die ich während der Auszeit hatte, umgesetzt oder zumindest angesetzt werden konnte. Und ich denke, es hat sich gelohnt.

Eine Besonderheit möchte ich noch ganz deutlich hervorheben: Es gibt nun Hörproben. Naja, zumindest eine. Und zwar von Take The Crown – Love At Its Worst. Ich persönlich finde das ein ziemlich cooles Feature, das ich bei so manch anderem Blog vermisst habe. Üblicherweise gibt es nur die sauhässlichen eingetteten Youtube-Videos, und am besten noch gleich acht am Stück, damit die Ladezeit auch extra schön lang dauert. Nein nein, hier gibt es nur sparsame Videos, denn Qualität geht über Quantität. Außerdem sind solche Videos schon ein kleines bisschen Arbeit. Mich würde es freuen, wenn das Feature gut ankommt – ich jedenfalls mag es.

Mal schauen, was mir als nächstes in den Sinn kommt.

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Ein neues Niedrig-Niveau

9. Juli 2009 Keine Kommentare

Der WDR verliert jeglichen Respekt


Ich will ja eigentlich gar nicht auf sowas rumhacken, aber irgendwie bin ich momentan in einer Phase der Wahllos-Schreiberei, also muss ich das Thema einfach noch mal aufgreifen.
Ich erinnere mich noch sehr genau an einen Bericht, den wir früher mal für Menschen hautnah im WDR gemacht haben. Es war ein ziemlich ergreifendes Schicksal eines älteren Herrn, der auf Grund einiger unglücklicher Umstände quasi alles verloren hatte und nun mit seinen fast 80 Jahren von vorne anfangen sollte. Das sind so Sachen, die man einem normalen Öffentlich-Rechtlich-Zuschauer antun kann, der Donnerstag abends nichts besseres zu tun hat, als fremde Leute beim Weinen zu beobachten. Aber wenigstens hatte das Schicksal noch Substanz, man fühlte mit dem Herrn mit, man konnte direkt sehen, wie tragisch das alles für ihn war. Der Beitrag kam meines Wissens nach auch sehr gut an, und der WDR konnte seinen Status als bester öffentlich-rechtlicher Sender kräftigen.
Und nun? Ich will es mal kurz zitieren:

WDR - Menschen hautnah
Sechs Kinder mit 21
Anya ist 21 und hat vier Kinder. Jetzt ist sie schon wieder hoch schwanger – dieses Mal mit Zwillingen. Zum ersten Mal gibt es im Leben der jungen Mutter auch einen Partner und einen Vater für die Kinder: den 24-jährigen Denis.


Pfui, sag ich da nur.
21 Jahre? Sie sieht aus, als wäre sie mindestens 31. Die 21 ist wohl eher ihr IQ, wenn man sich mal drei Minuten lang ihr Gelaber anhört – sofern man es so lange erträgt. Ich hatte schon nach ein paar Sekunden so ein fieses Kribbeln im Nacken, das ich sonst eher bei Naturfilmen mit viel Ungeziefer empfinde.
Wer ist verzweifelt genug, mit so einem Schlachtschiff sechs Kinder zu zeugen? Ferner, wer ist so dumm, mit so einem Schlachtschiff sechs Kinder zu zeugen?
Na gut, wenn man sich mal den Traummann anschaut, weiß man ja quasi schon, wie ihre vorherigen Lover – beziehungsweise der betrunkene Penner vom Kiosk um die Ecke – so drauf sein mussten. Wer will mitwetten beim fröhlichen Vorstrafen-Raten? Ich tippe auf vier. Zumindest vier, die bisher entdeckt und geahndet wurden.

Sie wuchs zeitweise im Heim und in Pflegefamilien auf, eine abgeschlossene Ausbildung hat sie nicht. Mit 15 Jahren wurde sie zum ersten Mal schwanger. Von da an bekam sie jedes Jahr ein Kind. Auch die körperliche Belastung hält Anya nicht von einer erneuten Schwangerschaft ab.


Klingt bekannt. Wer ihr Profil bei Flirtlife findet, bekommt von mir einen Döner ausgegeben. Das ist kein Scherz!
Aber gut, die körperliche Belastung ist ja nun wirklich kein Grund, nicht mehr schwanger zu werden. Vater Staat zahlt ja die Krankenkasse. Nur die Kondome, die müsste Anya (ein schöner und so passender Name) selbst kaufen, aber dafür reicht es ja leider nicht, wenn man sich erst mal für einen Monat mit Alkohol und Zigaretten eingedeckt hat. Ob sie wirklich säuft oder raucht, wird natürlich in dem Beitrag nicht erwähnt, aber wer zweifelt denn noch daran?
Nein, das ist keine Bosheit, das ist simpler Realismus. Solchen Leuten kann man alles ansehen. Gewisse Probleme hinterlassen eben sichtbare Spuren in den Gesichtern. Und wenn wir ganz genau hinsehen würden, sähen wir bestimmt die Narben, die zahlreiche Rasierklingen hinterlassen haben, aber natürlich nur quer, so als Aufmerksamkeits- und Hilfeschrei.

Anya wünscht sich sehr, dass sie bei der Erziehung alles richtig macht. Sie möchte auf keinen Fall die Fehler wiederholen, mit denen sie selbst als Kind leben musste. Doch wird sie mit ihren jungen Jahren diesem hohen Anspruch gerecht?


Kann mir jemand bitte verraten, was das mit ihren jungen Jahren zu tun hat? In dem Beitrag wurde für ein paar Minuten Anyas Mutter gezeigt, und – ich kann mir nicht helfen – es scheint tatsächlich so, als sei Versagen erblich. Aber im Fernsehen darf man natürlich niemanden als Versager hinstellen, und so wird alles auf das Alter abgewälzt. Klingt ja auch am überzeugendsten, da man keine anderen Argumente nennen darf (Alkohol-, Nikotin- und wahrscheinlich noch Sexsucht). Wo man bei dem älteren Herren, den wir früher gedreht hatten, noch Verzweiflung und Trauer in den Augen sehen konnte, erkennt man hier irgendwie nur ein stumpfes Warten auf den nächsten Zahltag von Vater Staat, schließlich tragen die Kinder Windeln aus Zeitungspapier und die Zigaretten sind auch schon wieder leer. Ein tragisches Schicksal.
Hach, was freue ich mich, in spätestens einem Jahr von ihr ein nörgeliges “Tschulligung, darf isch hier putzen?” zu hören, wenn ich bei Burger King sitze… Obwohl, Burger King ist vielleicht noch ein bisschen hoch gegriffen, wahrscheinlich wird es eher McDonald’s sein.

Danke, WDR, mit diesem Beitrag habt ihr euch wirklich den Status des besten öffentlich-rechtlichen Sender verdient. Wollt ihr vielleicht bald mit RTL fusionieren und eine Daily-Soap namens “Anya’s Next Babymaker” ins Leben rufen? Eigens dafür würde ich mir wieder einen Fernseher anschaffen und es Tag für Tag schauen, um mich daran zu erinnern, wie brutal gut es mir eigentlich geht.

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Grottig.Eher mies.Mittel.Klein und fein.Absolut gut. (Bewertung: 4,50 von 5 bei 2 Votes)
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Immer noch kein BigMac… Dafür Unsinn

9. Juli 2009 Keine Kommentare

Ungeduld macht sich breit


Anscheinend dauert es noch ein bisschen, bis mein kleines Gerät aus der Reparatur wiederkommt. Der Fehler wurde schon behoben, das System schon mit Hardware-Checks und ähnlichem Kram gefoltert, und jetzt liegt es wohl in irgendeinem Postausgang und wartet auf den Kurier… Aber es dauert halt doch alles etwas länger, als ich gedacht und gehofft hatte.

Dabei passt es mir gerade gar nicht so gut in den Kram, dass ich nicht an meine ganzen Daten rankomme. Ich wollte mal wieder ein paar Lebensläufe erneuern, mal wieder ein bisschen Webdesign betreiben, vielleicht mal wieder ein bisschen Bildbearbeitung üben – und nichts davon klappt, weil ich andauernd mit dieser ätzenden Billig-Krücke, deren Namen ich jetzt nicht noch mal erwähnen werde, unterwegs bin. Der eingebaute Lüfter surrt fast so laut wie mein früherer PC mit 450W-Netzteil und zerrt auch ganz schön an den Nerven, da stopfe ich mir lieber die Ohrstöpsel in die Ohren und lausche den Empfehlungen von Last.fm. Dear And The Headlights hab ich ja noch nie gehört, aber es klingt recht schön. Merke ich mir mal. Home-Button und Power-Button kurz drücken, klick, Screenshot gemacht.

Karine fängt schon wieder an, schnippisch zu werden, nur weil ich solche Floskeln wie “Ich drück dir die Daumen” relativ sinnlos finde. Lustig, wie schnell man eine ganz bestimmte Gruppe Menschen – vornehmlich Frauen – mit ein paar Moralvorstellungen aus der Bahn bringen kann. Dabei meine ich doch mit meiner Aussage gar nicht, dass sie sich solche Sprüche verkneifen soll, sondern eher, dass sie nicht unbedingt erwarten sollte, sie auch von mir zu hören.
Nun läuft Erase The Grey und ich glaube, ich mach davon direkt noch einen Screenshot.
Und erneut wird mir bewusst, wie sehr ich meinen Mac vermisse, da ich hier an der Krücke kaum Möglichkeiten hab, Musik anzuhören. Nicht mal iTunes funktioniert hier. Wieso? Fragt mich nicht, ist ja Windows, da gibt’s solche Fehler halt mal. Vielleicht ist das Ding auch einfach viel zu langsam, vorstellen könnte ich es mir. Eigentlich ein Wunder, dass das Teil überhaupt WLAN eingebaut hat, und dass es sogar 802.11g-kompatibel ist. Wozu hat man denn einen schnellen DSL-Anschluss und einen flotten Router, wenn dann im Endeffekt der Rechner nur halb so schnell ist? Schreckliches Schicksal.

Karine weint anscheinend, zumindest schickt sie mir einen Smiley namens wein1, aber da ich nur über meebo eingeloggt bin, seh ich natürlich nichts. Sie ist bestürzt. Ich nicht. Ich hasse MSN. Sie fragt, wo ich wäre, weil ich nur über einen Online-Dienst angemeldet bin. Ich muss grinsen. Zum dritten Mal nun läuft ein Lied von Dustin Kensrue an, ich kann ihn nicht mehr hören, also klicke ich weiter. Matt Pryon, das ist ja noch schlimmer. Weiter. Direkt noch mal Matt Pryon. Will Last.fm mich verarschen?

Heute haben wir uns alle Abschlussfilme meines Jahrgangs angeschaut, komplett mit IHK-Fachleuten und Firmenvertretern. Ein Film nach dem anderen wurde eingelegt und über den grandios beschissenen Beamer an eine zerrupfte Leinwand geworfen, es sah aus wie Bauerntheater. Aber alles in allem war es doch sehr lustig, vor allem der direkte Vergleich zwischen mir und den anderen Mediengestaltern. Da gab es ein paar Filme, wo ich mir wirklich dachte: “Ach du liebe Scheiße, wie gut dass ich ein bisschen Ahnung von sowas habe!” Teilweise waren Bilder zu sehen, die man nicht mal Nudeln zeigen sollte, um sie abzuschrecken. Ich bin dann natürlich auch so frei und nehme kein Blatt vor den Mund, und bei dieser Veranstaltung waren offensichtlich mehrere so drauf, also gingen halbe Beiträge in Gelächter unter, was vielleicht den ein oder anderen Prüfling eher verstörte, aber nach drei Jahren Ausbildung sollte man doch einiges einstecken können.
Als dann mein Film (als letzter) gezeigt wurde, in dem ich meine Schlusspointe an die IHK richte und ihr drohe, den Server zu hacken, lachten die Anzugträger fröhlich vor sich hin und drängten mich, aufzustehen und mich zu präsentieren. Ich Rampensau hab mich natürlich groß verneigt vor dem Publikum, mit dem weißen Shirt mit der Aufschrift “Fuck Art, Let’s Surf!” sah das bestimmt toll aus.

Doof finde ich es, dass ich vorhin auf WordPress 2.8.1-RC1 upgedatet habe (was ist upgedatet eigentlich für ein doofes Wort?) und nun ein schönes Plugin nicht mehr funktioniert. Nun kann ich keine Vorlagen mehr erstellen oder bearbeiten, was mich irgendwann bestimmt auch noch brutal behindern wird, wenn ich wieder mehr schreibe. Im Moment ist es nicht so wichtig, aber ich überlege, noch ein Galerie-Feature hier einzubauen, und dafür könnte es sehr praktisch sein, noch ein paar Vorlagen zu erstellen, damit ich nicht immer wieder das Gleiche tippen muss. Zum Glück verlief der restliche Update-Vorgang problemlos, bei der vorherigen Version kam es schon mal vor, dass dann ein Plugin komplett verschwunden war. Aber auch das bewegt mich nicht dazu, WordPress wieder zu verlassen, weil mir selbst Serendipity nicht besser aussieht. Komischerweise waren auch die meisten Blogs, die für Serendipity als Referenz galten, mittlerweile auf WordPress umgestellt. Das ist, als … Ach, ich lass es lieber mit dem abstrusen Vergleich.

Last.fm spielt mir mittlerweile Herbrightskies, und ich entscheide, dass Bandnamen, die aus mehreren zusammen geschriebenen Wörtern bestehen, nur in Großbuchstaben gut aussehen. Bei Akissforjersey trifft das auch zu. Karine philosophiert, dass sie gern eine Erdbeere wäre. Ich kann mir das nicht vorstellen, mit roter Haut, grünen Haaren und so vielen gelben Pickeln überall rumzulaufen, da würde ich mich ja zu Tode schämen. Zudem möchte sie an den Ort, an dem Seelen ruhen. Bitte? Seelen ruhen nicht, Seelen sind entweder im Körper aktiv oder wandern rastlos durch die Welt und suchen nach einem neuen Leben, das sie bevölkern können. Im früheren Leben war ich nämlich mal ein Grizzlybär. Also, meine Seele war in einem Grizzlybären. Aber ich glaube, der war ziemlich dick und hatte schwabbelige Lefzen.

Wie gern hätte ich jetzt die Möglichkeit, Photoshop zu öffnen und ein paar Grunge-Icons zu erstellen, den Hintergrund und Banner und Footer etwas zu erweitern und somit meinem Blog noch etwas mehr Charakter zu geben. Aber nein, noch muss ich ja mit dieser fürchterbaren (eine Mischung aus fürchterlich und wunderbar) Krücke zurecht kommen. Morgen rufe ich noch mal im Laden an und frage, wo denn mein Schmuckstück bleibt, denn so langsam wird mir bewusst: Einmal Mac, immer Mac. Ich warte voller Ungeduld.

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Evans Blue – The Pursuit Begins When This Portrayal Of Life Ends

8. Juli 2009 Keine Kommentare

Schönheit vergeht


Mir gefallen die Songtexte von Evans Blue irgendwie einer besser als der andere, da steckt so eine richtige Kraft dahinter, nicht nur sinnloses Geblubber von einem Schreihals. Das war ja schon im ersten Album so, und beim zweiten ist es auch nicht anders – deswegen solltest du dir auch dieses Album mal genauer anhören, bevor du weiterklickst.

Evans Blue - The Pursuit Begins When This Portrayal Of Life Ends


Tracklisting


Amazon versaut schon wieder alles, diesmal sogar den eigentlichen Titel des Albums. Das ist doch schrecklich, auf nichts kann man sich heutzutage noch verlassen! Außer auf mich natürlich. Schau mal, soviele schöne Tracks haben die Jungs für dich parat.

  1. In A Red Dress And Alone

  2. Shine Your Cadillac

  3. Q

  4. Kiss The Flag

  5. My Damsel: A Confession To An Adversary

  6. Pin-Up

  7. Caught A Lite Sneeze

  8. Fear

  9. Dear Lucid, Our Time Is Right Now

  10. Painted

  11. The Pursuit


Mein Tipp!


Ich kann mich nicht wirklich entscheiden, ich denke diesmal müssen es sogar drei Lyrics-Auszüge sein… Verzeih mir, aber wenn du die Musik gehört hast, wirst du es nachvollziehen können. Das erste Zitat stammt direkt aus dem ersten Track, In A Red Dress And Alone:

And Beauty fades when she dies
In a red dress and alone
But it was the best times
And you’re right to love him
And you’re right to want to
Close the door and lock me in
Break the key and chase the blood out of my veins


Das nächste kommt von der Nummer sechs, Pin-Up:

But don’t look down because
I don’t know
If falling is fatal from this height
I know
I should have never held you up
This high, this high


Und zu guter Letzt noch eine etwas sanftere Passage aus Fear:

All the fears and all the cares of the world
They’ll force themself into my arms
It was your fear that helped me
Fear that kept me to move
Straight from your heart into their sight


Weißt du jetzt, was ich mit kräftigen Songtexten meinte? Die Stimme von Sänger Kevin Matisyn tut natürlich auch ihr Übriges dazu. Schade, dass der jetzt nicht mehr dabei ist, aber wenigstens rockt er alleine und in der Band Parabelle weiter. Vielleicht höre ich da ja auch mal rein.

Grottig.Eher mies.Mittel.Klein und fein.Absolut gut. (Bewertung: 5,00 von 5 bei 1 Votes)
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