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Archiv für März, 2009

As Cities Burn – Come Now Sleep

10. März 2009 Keine Kommentare

Gott gibt es nicht


Hearts aren’t really our guides
We are truly alone
‘Cause God ain’t up in the sky
Holding together our bones

Mit solchen Worten eröffnet eine der sanftesten Post-Hardcore-Bands meiner Sammlung ihr grandioses Album. Kaum zu glauben, wenn man sich ein bisschen die Bandgeschichte anschaut und feststellt, dass die Jungs christlichen Glaubens sind und nun eigentlich in die Hölle fahren müssten. Aber irgendwie haben sie es geschafft, weiterhin überirdisch zu existieren und auch entsprechende Musik zu machen. Gott sei Dank.

As Cities Burn - Come Now Sleep


Da As Cities Burn auch erst neu in meiner Sammlung sind, kann ich leider nicht allzu viel über sie erzählen, außer dass ich sehr von ihrer Musikstimmung begeistert bin. Einerseits die weichen Klänge und langsamen Takte, andererseits das astreine Post-Hardcore-Geschrei, und alles zusammen wurde zu diesem sehr schönen Album zusammengemischt.

Tracklisting


ACB haben zwar schon 2005 ein Album rausgebracht, aber das ist meiner Meinung nach nicht halb so gut wie das neue von 2007, nicht nur der Stil hat sich verbessert, sondern auch die Erfahrung der Musiker selbst. Das einzige, was gleich geblieben ist, sind die Anzahl der Tracks. Es sind zwar nur 10, aber dafür ist der letzte gleich über zwölf Minuten lang.

  1. Contact

  2. Empire

  3. The Hoard

  4. This Is It, This Is It

  5. Clouds

  6. New Sun

  7. Tides

  8. Wrong Body

  9. Our World Is Grey

  10. Timothy


Mein Tipp!


Offiziell heißt es, dass die Jungs Post-Hardcore machen, aber für mich klingt der Großteil der Lieder ein bisschen zu weich und harmonisch dafür, also werde ich sie lieber mal in die Progressive-Rock-Sparte einteilen. Na gut, Post-Hardcore stimmt aber auch noch.
Und meine Empfehlung? Clouds ist eins der sanftesten Lieder, zu denen ich jemals einschlafen durfte. Ist bestimmt auch prima geeignet, um vor dem Kamin zu sitzen und in die Flammen zu starren.
Is your love really love?
Is my love really love?
I think our love isn’t love
Unless it’s love to the end.

Is your God really God?
Is my God really God?
I think our God isn’t God
If it fits inside our head.


Grottig.Eher mies.Mittel.Klein und fein.Absolut gut. (Noch keine Bewertungen)
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100 Wahrheiten, Folge 16: Handtaschen

9. März 2009 Keine Kommentare

Die Geißel der Ordnung


Wir alle kennen das Phänomen: Man ist irgendwo unterwegs und wird natürlich auf dem Handy angerufen. Im Normalfall ist dieser Anruf sogar noch extrem wichtig, denn immerhin hat man ja ein Handy, und wer auf dem Handy anruft, ist immer wichtig. Beim Mann ist das eigentlich gar kein Problem, es klingelt, ein schneller Griff in die Hosentasche und spätestens vier Sekunden später ist das Gespräch angenommen und bereits in vollem Gange.
Ihr ahnt es sicher schon – bei der Frau sieht das alles ganz anders aus. Da klingelt das Handy erst mal eine Weile fröhlich herum, ohne dass es überhaupt zur Kenntnis genommen wird. Wieso? Weil die tolle Handtasche von George, Gina & Lucy aus hochwertigem Leder ist und so wunderbar isoliert, dass man keinen Pieps mehr hört. Wenn dann irgendwann die Vibration wahrgenommen wird – und nicht mit hochrotem Kopf ignoriert wird, weil Frau denkt, sie hätte ihren Massagestab aus Versehen eingepackt – wird zuerst mal die Quasselfreundin nebendran mit einem “Moment mal.” ruhig gestellt.
Und dann geht es los. Da wird in der Handtasche rumgewühlt, dass jeder Totengräber neidisch werden würde. Frauen scheinen manchmal die Gesetze der Physik außer Kraft zu setzen, indem sie in eine Handtasche doch tatsächlich mehr Dinge reinstopfen, als Platz darin ist. Und was sie da alles zur Seite schaufeln müssen, um einfach mal an das Handy zu kommen…
Wenn unsere Frau es dann tatsächlich geschafft hat, das Handy zu finden, bevor der Anrufer entnervt aufgegeben hat, wird aber auch nicht direkt das Gespräch angenommen, nein nein. Die nächsten acht Sekunden wird beinahe fassungslos auf das Display gestarrt. Entweder der Anrufer ist unserer Frau nicht bekannt und somit unbeliebt, oder aber unsere Frau hat ganz einfach schlechte Augen und kann nicht mehr so gut sehen. Nun ja. Dass das Handy während des fassungslosen Starrens unbeirrt weiterklingelt, hat gefälligst keinen zu stören, schließlich ist das wichtig!
Wenn das Gespräch dann irgendwann mal beendet wird – was problemlos vier Stunden später sein kann – wird das Handy auch wieder genauso achtlos in die Tiefen der Handtasche gefeuert, ist ja egal ob gleich wieder jemand anruft.

Was passiert eigentlich mit dem Handy, wenn es wieder zurück in die Handtasche geworfen wird? Wie tief fällt es? Worauf landet es?
Nun, da Frauen einen Hang dazu haben, teure Elektronik sagenhaft unvorsichtig zu behandeln, fällt das Handy mindestens fünf oder zehn Meter tief, bis es genau auf der Kante des kleinen Schminkspiegels landet, die natürlich einen Kratzer in das Display schürft. Von dort aus prallt es ab, segelt weitere drei Meter nach unten, bis es auf einer Ladung Medikamente landet, denn Frauen haben ja immer alle möglichen Medikamente dabei, von Aspirin über Paracetamol bis hin zu Ibuprofen. Von den Medikamenten wiederum fällt es noch ein Stockwerk tiefer, direkt auf die kleine Blechdose in der sich seit neun Jahren die Notration Tampons befindet. Wenn die Frau einen guten Tag hat, bleibt das Handy nun dort irgendwo liegen und röchelt kaum merklich nach Hilfe, was ja leider ungehört bleibt, da die tolle Handtasche von George, Gina & Lucy aus hochwertigem Leder ist und so wunderbar isoliert, dass man keinen Pieps mehr hört. Wenn die Frau einen schlechten Tag erwischt hat, kann es durchaus sein, dass das Handy noch ein paar Stationen mehr vor sich hat und schlussendlich durch ein Loch im Taschenboden auf die Straße fällt. Komischerweise ist die Fallstrecke von Handtasche zu Boden wesentlich kürzer als die Fallstrecke innerhalb der Handtasche selbst. Physik, der natürliche Feind der Frauen.

Und nicht zu guter Letzt: Wenn Männer eine Tasche kaufen, kostet sie vielleicht 30 Euro, wenn es eine relativ normale Tasche ist. 50 Euro, wenn vorne ein toller Markenname draufsteht. Zwischen 60 und 80 Euro, wenn es eine echt tolle Tasche ist, mit vielen Fächern und allgemein sehr praktischen Utensilien.
Wenn Frauen eine Handtasche kaufen, kostet das Basismodell schon mindestens 100 Euro. Und das ist dann nur so ein winziges Täschchen, wo kaum ein Lippenstift reinpasst. Für ein zweites Fach kommen dann direkt noch mal 100 Euro dazu. Immerhin schon zwei Lippenstifte.
Gehen wir einfach mal davon aus, dass unsere typische Frau knappe 300 Euro für eine Handtasche ausgibt, die mit kolossalen drei Fächern unfassbaren Stauraum bietet, vorne eine tolle Schnalle dran hat die aussieht als handele es sich hier um einen Fallschirm der Bundeswehr, die absolut “Tooooll!” aussieht und der jede Frau in der Stadt neidisch hinterherschauen wird. Klingt doch soweit alles super, oder? Ist Frau nun endlich zufrieden?
Nein. Die Handtasche passt nicht zu den neuen Lederstiefeletten, die mit dem süßen Riemen. Mal schauen, ob sich im exklusiven Modegeschäft eine Handtasche mit süßem Riemen finden lässt. Und die typische Frau findet sogar eine, die kostet zwar 450 Euro, aber sie ist herabgesetzt von 600 Euro, das ist natürlich für jede Frau das ausschlaggebende Kaufargument. Also her mit der Handtasche mit süßem Riemen.
Doof nur, dass diese jetzt einen goldenen Verschluss vorne hat, der sich mit dem silbernen Verschluss des Mantels beißt.

Argh. Durchatmen. Froh sein, dass man ein Mann ist.

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100 Wahrheiten, Folge 15: Telekom, wir machen das!

6. März 2009 Keine Kommentare

Darf es etwas mehr sein?


Es gibt so Zeiten, da danke ich mir selbst dafür, dass ich noch so kommunikativ bin und ein ordentliches Telefonat führen kann, dass ich mich nicht nur in Smileys und Abkürzungen ausdrücken kann, sondern tatsächlich ein richtiges Gespräch mit diversen Hoch- und Tiefpunkten führen kann.
Wie komme ich darauf? Nun, vor ein paar Tagen fiel mir ein, dass mein momentaner Handyvertrag schon bald sein Zweijähriges feiert, also war es an der Zeit, dass ich ihn manuell verlängere und mir dafür ein schönes neues Handy aussuche, mein jetziges ist ja schon seit über vier Jahren im Einsatz. Gut, mittlerweile geht das auch alles online, also surfte ich ein bisschen auf der T-Mobile-Seite rum und loggte mich nach etwas Datenwirrwarr in mein Kundencenter ein. Und siehe da, der Punkt Vertragsverlängerung wurde mir auch als erstes vorgeschlagen. Ist ja nett.
Ich sah mir die Liste der verfügbaren Handys an, und da ich ja so ein überzeugter Sony-Ericsson-Nutzer bin, entschied ich mich für das elegante und musiktaugliche W890i.
Ein paar Klicks weiter stellte ich aber fest, dass es dieses Handy nicht für mich gibt, sondern nur für Kunden des Tarifs Max Flat M. Was soll ich bitte schön damit? Ich telefoniere nicht ständig, vor allem nicht ins Festnetz, wozu sollte ich mir so eine doofe Flatrate besorgen, die mich eh nur wieder 60 Euro im Monat kostet? Ich versuchte also, diesen Tarif loszuwerden und trotzdem an das Handy ranzukommen. Pustekuchen. War nichts zu machen, die beiden schienen untrennbar miteinander verschmolzen. Wer ein W890i will, muss den neuen Tarif wählen, so sah es aus.
Nun wäre ich nicht ich, wenn ich mir nicht meine Gedanken machen würde, ob das denn nicht irgendwie hintenrum, über ein paar Ecken und Hintertürchen geht. Also rief ich bei der Kundenhotline an, die glücklicherweise für Vertragskunden kostenlos ist, und hatte direkt einen dynamisch-drahtigen Kerl an der Strippe. Warum man das schöne Handy denn nur mit dem teureren Tarif kombiniert wählen könne, fragte ich ihn, und seine Antwort kam wie aus der Pistole geschossen.
Er: “Sie haben schon recht, das geht für normale Kunden nicht so einfach, das müssen wir dann schon hier per Hand machen.
Ich: “Na dann war es ja gut, dass ich Sie angerufen hab.
Er: “Joa, haben Sie genau richtig gemacht.

Hallo? Ist das nicht irgendwie dreist, dem Kunden nicht die gesamte Palette an möglichen Kombinationen anzubieten, sondern automatisch einen preislich höher gestaffelten Tarif anzubieten, den man nicht mehr abändern kann? Absolut brutal eigentlich, wer weiß wieviele Leute denen schon auf den Leim gegangen sind, weil sie einfach nicht wissen, dass man mit einem einzigen – kostenlosen – Anruf soviel mehr rausholen kann. Ich finde sowas eigentlich schon richtig unverschämt, aber gut, was erwartet man auch von der Telekom? Kundenfreundlich sind die ja nicht wirklich, waren sie noch nie, werden sie wohl auch nie sein. Wer sich jetzt fragt, warum ich trotz aller Kritik Kunde dort bin: perfekte Netzabdeckung, relativ niedrige Preise, kostenloser und schneller Support. Überzeugende Argumente, wie ich finde.
Er: “Also, was kann ich für Sie tun? Sie möchten Ihren Vertrag verlängern, den Tarif aber beibehalten?
Ich: “Äh, ja genau.
Er: “Gut, welches Handy haben Sie gewählt?
Ich: “Öh, das W890i in Silber bitte.
Er: “Gut, das kostet dann für Sie 39 Euro, Sie bekommen das Handy spätestens am Freitag per Kurier zugeschickt, eine gesonderte Rechnung liegt dann bei, für eventuelle Garantiefälle. Und wissen Sie was? Ich gebe Ihnen noch sechs Monate kostenlos das SMS-Paket dazu.
Ich: “Äh… okay. Sehr schön, danke.
Er: “Alles klar, tschüss!

Und da soll noch einer sagen, online ginge alles schneller. Innerhalb von drei Minuten hatte ich meinen Vertrag verlängert, ein neues Handy bestellt und noch sechs Monate Frei-SMS abgegriffen. Gar keine schlechte Quote, wenn man bedenkt, dass mir die T-Mobile-Seite geschlagene 30 Minuten klar machen wollte, dass es das Handy nur mit dem teureren Tarif gibt.
Was bin ich froh, dass ich noch nicht verlernt hab, solche Sachen auch mal am Telefon zu klären.

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Eminem – Encore

6. März 2009 Keine Kommentare

Einen hab ich noch


Es hört einfach nicht auf, Eminem kann es einfach nicht lassen. So oft gab es Gerüchte, dass er mit der Musik aufhören will, aber nun erscheint doch wieder ein neues Album. Aber gut, man kann es ihm nicht verübeln, das kann er nun mal am besten. Ich jedenfalls finde auch dieses Album wieder durchaus empfehlenswert.

Eminem - Encore


Beim vierten Album ist Eminem nun wieder zu den etwas lustigeren Liedern zurückgekehrt, weniger offensiv und kontrovers, sondern eher karikierend macht er sich über beinahe alles lustig, was ihm in den Sinn kommt. Erinnert mich schon wieder an mich selbst.

Tracklisting


Wenigstens bleibt Eminem sich treu und packt immer fleißig 20 Tracks auf seine CDs, in dieser Beziehung kann man eben auf Hip-Hopper zählen, sie reizen jedes Byte aus. Umso besser.

  1. Curtains Up

  2. Evil Deeds

  3. Never Enough

  4. Yellow Brick Road

  5. Like Toy Soldiers

  6. Mosh

  7. Puke

  8. My 1st Single

  9. Paul (Skit)

  10. Rain Man

  11. Big Weenie

  12. Em Calls Paul (Skit)

  13. Just Lose It

  14. Ass Like That

  15. Spend Some Time

  16. Mockingbird

  17. Crazy In Love

  18. One Shot 2 Shot

  19. Final Thought (Skit)

  20. Encore


Mein Tipp!


Der absolute Hammer auf diesem Album ist der grandios witzige Song Ass Like That. Diese Beschreibung der hübschen Hintern klingt wie ein Auszug aus dem kleinen schwarzen Büchlein eines jeden Mannes. Oder geht das nur mir so?
Hilary Duff is not quite old enough so
I ain’t never seen a butt like that
Maybe next year I’ll say ass and she’ll make my pee pee go
Doing, doing, doing

Also ist meine Empfehlung: Lernt Englisch, macht euch über Triumph, The Insult Comic Dog schlau und dann hört euch diesen Song an – und lacht mit mir.

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