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Archiv für Januar, 2009

100 Wahrheiten, Folge 6: Ich habe mal Hasenfell geraucht

29. Januar 2009 Keine Kommentare

Klingt komisch, ist aber so.


Es ist lange her, aber es war eine Zeit, in der ich noch andere Freunde hatte und ab und zu mal etwas tun musste, um Teil der coolen Gruppe zu sein. Dazu gehörte zum Beispiel das Shisha-Rauchen. Ich war nicht wirklich Fan, aber es war angenehmer als Zigaretten, also hab ich manchmal mitgemacht.

Let’s go to the Gün


Als wir dann also beim Günni saßen und zu dritt eine Shisha vorbereiten wollten, hat wohl das alte Sprichwort mit den Köchen und dem Brei zugetroffen. Jedenfalls ist dem Günni die schon brennende Kohle aus der Zange gesprungen und auf dem Teppichboden gelandet. Gedankenschnell aber gedankenlos griff er danach – mit den Fingern. Gleichzeitig mit seinem Schmerzensschrei landete die Kohle knappe 30 Zentimeter weiter links, und zwar genau auf einem alten Hasenfell, das da ohne wirklich sinnvollen Grund auf dem Boden rumlag. Naja, innerhalb von zwei Sekunden stank es ziemlich bestialisch nach verschmorten Haaren, aber auch leicht dezent nach Rammler-Grillgut.

“Hm… Meint ihr, das schmeckt?”


Günni hatte noch genug mit Fluchen zu tun, um den Gestank zu bemerken, also griff er mit der Zange nach dem Kohlestück und bugsierte es ohne Umstände zurück auf die Shisha. Dass Hasenhaare an der Unterseite klebten, interessierte ihn wohl auch einfach nicht. Auf unsere Proteste hin meinte er auch nur:
Hm… Meint ihr, das schmeckt?” – und schon hatte er einen Zug genommen.
Die Reaktion darauf ist mit menschlichen Worten nicht zu beschreiben, also lass ich es lieber gleich bleiben, aber sein Röcheln war so faszinierend, dass wir uns doch tatsächlich auch einen Zug genehmigen wollten.

Verschmorte Haare


Wer schon mal angebrannte Haare gerochen hat, weiß ja schon in etwa, von was ich rede. Wer dann so verrückt war und einmal über die angebrannten Haare geleckt hat, weiß noch genauer, von was ich rede. So in etwa muss es schmecken, wenn Methusalem nach einer kräftigen Chili-Mahlzeit in seine Unterhose furzt und sie einem dann genüsslich auf den Teller drapiert. Ziemlich gestört jedenfalls.

Was danach Abhilfe schafft…


Wir hatten außer Hasenfell noch genug andere Auswahl an richtigen Tabaksorten, also nahmen wir Pfefferminz und Vanille, das sorgte für ein frischeres Aroma, und nach ein paar Zügen war der schreckliche Röchelhusten auch wieder vergessen.
Im Laufe der nächsten paar Tage verschwand dann irgendwann das Hasenfell mit dem Brandloch aus Günnis Zimmer… Und ich weiß nach wie vor nicht, ob er es nun weggeworfen oder endgültig aufgeraucht hat. Ich sollte ihn mal fragen.

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100 Wahrheiten, Folge 5: Die besten Dinge des Lebens

27. Januar 2009 7 Kommentare

Die besten Dinge des Lebens…


… fangen mit S an!

Wenn man mal so ganz genau überlegt, gibt es eigentlich fast nur gute Sachen, die mit S anfangen. Wie, das glaubt ihr mir nicht? Dann lasst mich das mal ausführen:

  • Schnitzel

  • Sex

  • Snowboarden

  • Schnee

  • Senses Fail

  • Schokolade

  • Sternenhimmel

  • Sonnenuntergänge

  • Sabine

  • Super Troopers

  • S


Was fällt euch denn noch so ein? Habt ihr auch noch besonders tolle Sachen, die mit S anfangen und unbedingt hier reinsollten? Dann ab damit in die Kommentare!

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100 Wahrheiten, Folge 4: Pommes Frites

19. Januar 2009 2 Kommentare

Der Diebstahl


Jeder Mann, der schon einmal mit einer Frau auswärts essen war, wird das Phänomen kennen. Die Frau bestellt sich den kleinen Gartensalat und eine Cola light, so sagt uns das zumindest das Klischee. In manchen Fällen trifft das sogar zu.
Was aber immer und wirklich absolut zuverlässig zutrifft, ist der Diebstahl der Pommes. Aber ich will das mal ein bisschen ausführen.

Die Kalorien


Pommes sind sehr fettig, haben viele Kalorien, und sobald eine Frau sie nur genauer anschaut, bekommt sie schon Speckröllchen an den Hüften. Das ist natürlich ein ernst zu nehmendes Problem. Was ist die einfachste und schnellste Abhilfe? Richtig – auf Pommes verzichten. Das macht unsere typische Frau auch absolut konsequent, sie bestellt niemals Pommes zu ihrem fast schon lachhaft kleinen Menü.
Wo sie hingegen wieder unkonsequent agiert, ist, wenn der Mann so dreist ist und für sich die Pommes bestellt. So ein Schwein, da führt er ihr in aller Öffentlichkeit vor, was er für einen guten Stoffwechsel hat und wie wenig es ihn interessiert, ob er ein oder fünf Kilo zuviel auf den Rippen hat. Wie ungerecht! So ein Arsch! Das muss natürlich auch irgendwie bestraft werden.

Die Strafe


Was tut also unsere typische Frau, die sich keine Pommes bestellen darf, aber nun natürlich Lust drauf bekommt? Richtig – sie klaut. Und zwar direkt vom Teller des Mannes. Am besten noch mit den Fingern. Und am allerbesten noch mit einem süffisanten Grinsen, das ausdrückt: “Ha, jetzt hab ich’s dir gegeben!
Aber dieser Diebstahl ist ja keine einmalige Tat, oh nein. Es fängt harmlos an, aber irgendwann merkt unser typischer Mann, dass sein Teller auf einmal leerer ist, als sein Magen voll sein sollte. Wo ist denn die Beilage hin? Ah, ein süffisantes Grinsen sitzt gegenüber, alles klar. Die Frau hat sich also die Pommes verkniffen, um für den Mann sexy auszusehen, ist dann aber doch der Versuchung erlegen und hat zwei Fehler gemacht. Erstens: Sie hat sich doch wieder die Kalorien reingeschaufelt, obwohl sie sich doch fest vorgenommen hatte, mal ein halbes Pfund abzuspecken. Und zweitens: Sie hat dem Mann sein Essen geklaut. Nun wird der Mann natürlich nicht mehr komplett satt, sondern empfindet beim Heimweg, spätestens zuhause noch ein leichtes Hungergefühl, gegen das verständlicher Weise vorgegangen werden muss. Und auf wen geht der Mann zu, wenn er was essen will? Richtig – auf die Frau. Oder, wenn sie ihn genügend unter der Fuchtel hat, auf den Kühlschrank.

Die Lösung


In jedem Fall wäre es einfacher gewesen, wenn die Frau von Anfang an gesagt hätte, dass sie Appetit auf Pommes hat, sie sich aber verkneifen will auf Grund von Figurproblemen. Entweder hätte der Mann ihr einen extra Teller Pommes bestellt, von dem sie naschen kann, oder er hätte sich selbst Bratkartoffeln zum Schnitzel bestellt, denn Bratkartoffeln sind für Männer mindestens genauso lecker, für Frauen allerdings weniger. Warum also sollte sich die Frau verkneifen, Pommes zu bestellen, wenn sie doch so oder so welche essen wird? Dann wäre wenigstens jeder zufrieden.

Und übrigens…


Was auch absolut amüsant anzusehen ist, ist die Tatsache, dass der Appetit der Frau mit steigender Auswahl an Gerichten exponentiell abnimmt. Je größer die Karte, desto verwirrter die Frau, und umso länger dauert das Bestellen. Und je länger das Bestellen dauert, desto mehr Sorgen kann sich Frau über die Speckröllchen machen, und das hilft ja auch keinem weiter.

Aber gut, was soll’s, so sind Frauen eben. Ich hab Hunger auf Schnitzel.

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100 Wahrheiten, Folge 3: Politikverdrossenheit

19. Januar 2009 5 Kommentare

Warum man wählen gehen sollte


Da sich eine meiner treuesten Leserinnen meine Meinung zum Thema Politikverdrossenheit gewünscht hat, werde ich nun meine verdammte Pflicht erfüllen und einen doofen Beitrag über doofe Politikverdrossenheit dank doofer Politiker schreiben.

Warum geht man denn eigentlich wählen? Eine gute Frage. Ist irgendeiner der Streithähne auf den Plakaten denn überhaupt interessant? Hält irgendjemand, was er oder sie verspricht? Erwartet uns eine rosige Zukunft? Sind Piraten wirklich cooler als Anwälte?

Manche sind doch tatsächlich so doof und glauben an die deutsche Demokratie. Schief gewickelt, würde ich sagen. Es geht doch gar nicht mehr um Demokratie, es geht nur noch darum, wer die dickeren Eier hat und sich im Landtag oder Bundestag am besten präsentieren kann. Wenn die NPD-Abgeordneten nicht immer so hässlich wären und mal weniger stottern würden, würden sie bestimmt auch mal Applaus bekommen, statt immer nur ausgebuht zu werden.

Also, warum geht man wählen?


Mittlerweile kann man ja davon ausgehen, dass es egal ist, welche Partei die Führung übernimmt, weil ja sowieso höchstens 5% der Versprechungen eingehalten werden. Für richtige Änderungen gibt es einfach zuwenig Budget, zuviele Knüppel zwischen den Beinen und einfach zuviele Hürden, über die die werten Damen und Herren Politiker sehenden Auges stolpern. Und die Regierungsperiode reicht sowieso nicht aus, um mannigfaltige Neuerungen zu bringen, also versagt eine Partei nach der anderen, nur um von der nächsten, die frech genug ist, abgelöst zu werden.

Meiner Meinung nach sind die Wahlen nicht mehr dazu da, um positive Änderungen in den Bundestag zu bringen – die Wahlen sind einfach das letzte verbleibende Mittel des kleinen Bürgers, das kleinere Übel zu wählen, Schlimmeres zu verhindern. Alles, was wir tun, ist zwischen Teufel und Satan zu entscheiden. Vom Regen in die Traufe? Naja, vielleicht mal von der Traufe zurück in den Regen. Und in vier Jahren wieder alles von vorne. Na bravo. Ach, leckt mich doch, ich geh nicht mehr wählen, bringt ja eh nichts.

Soviel dazu.

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